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Dieses Thema hat 18 Antworten
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 Alte Taverne zum grünen Drachen
Seiten 1 | 2
Zasak ( Gast )
Beiträge:

24.10.2001 18:27
Geschichten aus Cabilis Antworten
OOC: Seit längerem entstehen Geschichten zu Zasak, ich habe mich entschlossen sie nun nach und nach zu veröffentlichen.


Langsam erwachte in der aufgehenden Sonne die Stadt Cabilis zu neuem Leben. Das Licht wanderte die Haeuser entlang und reflektierte sich im Wasser der Kanäle die die Stadt in unzählige Inseln mit Häuser unterteilt. Ein Lichtstrahl stieg langsam an der Hauswand eines prächtigen Hauses in Eastcabilis hinauf bis es in das Zimmer sprang und dort einen unruhigen Schläfer weckte. Aus dem für Cabilis
ungewöhnlichen rundem Bett, das eher einem Nest als einem Bett glich, erhob sich eine mächtige reptilienähnliche Gestalt.
Zasak blinzelte in die Morgen Sonne und bewegte sich langsam zum Balkon. Dort fing er an mit seinen morgentlichen Dehnübungen und liess sich von der Sonne wärmen.

Seine Gedanken gingen wieder zu seinen Kampfgefährten in der Gilde der Elder Dragons. Er war ja nun ein weitgereister Iksar, aber er konnte oft seine Kampfgefährten aus den anderen Ländern Norraths nicht verstehen. Statt sich um die Ziele der Gilde zu kümmern ergingen sie sich in Streitereien untereinander.
Fingen Kämpfe in den eigenen Reihen an und schwächten damit die ganze Gilde und das Gute für das sie stehen sollte.
Zasak hörte auf zu trainieren und beobachtete andere Iksars bei den morgendlichen Schwimm- und Tauchgängen.
Zornig krampften sich seine schuppenbewehrte Finger um die Reling. Hatten es diese Freunde einfach zu leicht, waren sie weich geworden? Zasak dachte daran was er sich für Gefahren aussetzte diese Ziele der EDs zu unterstützen, sein Leben war in Cabilis dauernd in Gefahr und diese Elfen hatten nichts besseres zu tun als sich untereinander zu bekriegen. Ja, sie waren wohl weich geworden, sie sassen oft nur in der Gildenhalle rum oder bewegten sich in Kelethin, keine Kämpfe mehr in Norrath, keine Heldentaten. Nur das diskutieren, das war ihr Tun. Lange hatte Zasak sich nicht mehr in die Diskussionen eingeschaltet. Seine
letzte Nachricht war lang und ausführlich gewesen, schonungslos hatte er der Gilde seine Enttäuschung offenbart und seinen Weggang angekündigt, sollte das nicht besser werden. Er wusste durch die Nachrichten anderer Gildenmitglieder, das er mit seiner Meinung nicht alleine stand.
Wenigstens waren die EDs nun in einer Allianz mit anderen Gilden getreten die noch heiss darauf waren, den Feind hart zu schlagen, an allen Fronten. Oft war er der einzige ED der sich dort blicken lies um die Fahne der EDs hochzuhalten. Was lag da näher als sich gleich einer aktiveren Gilde anzuschliessen?
Eine blubbernde Stimme unterbrach Zasak, als ein Froglok Sklave auf den Balkon trat, demütig gebückt stehen blieb und den Meister nach Befehlen fragte. Mit einer herrischen Handbewegung schickte er den Froschkopf weg und verfiel wieder in Gedanken.

Die Gilde so wusste er aus den Mails wurde neu geordnet, alte Räte waren abgelöst und neue zum Übergang wurden gebildet. Aktiver als die vorigen waren sie, das wusste Zasak. Seine eigene Nominierung hatte Zasak noch abgelehnt, zu gross war seine Entäuschung gewesen. Sollte tatsächlich noch Hoffnung bestehen?
Zasak war bereit zu warten, den Reformern eine Chance zu geben und seinen Kampf solange weiterzuführen. Aber schon regte sich Widerstand in den eigenen Reihen, die trägen und inaktiven führten schon wieder das Wort gegen die Reform.
Ärgerlich trat Zasak mit dem Fuss auf. Das die EDs in einer Krise steckten war wohl unbestreitbar. Dieses verdammten undisziplinierten weichhäutigen Völker.
Langsam wunderte es Zasak nicht mehr, das es nur die Iksars es in ihrer Geschichte geschafft hatten, den Drachen entscheidende Niederlagen beizubringen.

Mit einer blitzschnellen Bewegung sprang er über die Balkonreling in das Wasser des Kanals der sich vor seinem Haus befandt. Gewandt schwamm er seine morgentliche Trainingsrunde ab. Mit einem Augenblinzeln oder einer flüchtigen Handbewegung grüsste er die ihm bekannten Würdenträger die er begegnete. Wie viele Iksars liebte Zasak das morgendliche Bad in den Kanälen der Stadt.
Nach längerer Zeit sprang Zasak mit einem Satz aus dem Kanal und betrat sein Haus. Er würde wohl in den Tempel des Terrors gehen müssen, und den Hierophanten seine Aufwartung machen. Es war einfach unabdingbar sich immer wieder sehen zu lassen. Die Hierophanten hatten neben dem Imperator die wirkliche Macht in Kunark. Ihr Einfluss auf den Imperator und seine Amtsgeschäfte waren einfach zu gross um vernachlässigt zu werden. Evtl. war etwas in Erfahrung zu bringen, was der Gilde und ihrer Allianz wichtig sein könnte.Zasak hatte nun mittlerweile den Rang eines Shamanen Mystics im 52 Grade der Weissheit. Dies alleine machte ihn schon zu einem geachteten, einflussreichen und gehörten Bürger in Cabilis. Nun zahlte sich der lange Kampf aus, denn ihm kamen nun Informationen zu Ohren, die ihm in früheren Zeiten nicht zur Verfügung gestanden hatten.
Bedächtig kleidete Zasak sich an, legte die Insignien seines Standes und seiner Macht an und verliess das Haus in Richtung Stadtzentrum.....


Fortsetzung folgt...

Zasak ( Gast )
Beiträge:

25.10.2001 18:19
Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak betrat die Strasse vor seinem Haus. Mit einem kurzen Blick erfasste er das Geschehen. Geschäftig ging es wieder in Cabilis zu. Einzelne Guards und Necros der Stadtwache patroulierten zwischen den Massen und beäugten misstrauisch die Passanten in den Strassen.

Wiederholt waren vorwitzige Hexer in Iksar Gestalt geschlüpft um Cabilis zu besuchen. Allerdings waren die Stadtwachen durch eine neuartige Magie in die Lage versetzt worden, diese Eindringlinge zu erkennen.
Die Necromanten und Shamanen hatten in diesem Falle eine gemeinsame Magie entwickelt. Ihre Zusammensetzung war Zasak nach wie vor schleierhaft.
Informationen darüber waren nicht beschaffbar. In der Festung unter der Warrior Gilde konnten dann die Enchanter am eigenen Leib erleben, was es bedeutet in einer Stadt gefasst zu werden, deren Gott Cazic Thule ist.

Zasak schritt ungehindert durch die Gassen der Stadt, wer seine Insignien sah trat automatisch einen Schritt zur Seite. Zasak sog den leicht fauligen Geruch der Kanäle ein. Die Luft füllte sich unter der heissen Sonne Kunarks schnell mit Feuchtigkeit. Kurz blieb Zasak stehen und kaufte sich einen frischen Fisch, von einem der vielen ärmlichen Bewohner der Stadt.
Das Iksar Reich war unbarmherzig dem Erfolg der eigenen Rasse gewidmet, Almosen gab es von Regierungsseite und den Gilden nicht. Wer für das Regime und das Volk nicht nützlich war, wurde gnadenlos ausgegrenzt oder getötet. Die Geschichte der Iksars war ein Spiegelbild der Wesenszuege dieser intelligenten Echsenwesen. Effizienz im Denken, im Kampf, waren bestimmende Wesenzüge.
Gefühle waren eher unterentwickelt und wenn dann kamen sie nur bei gewissen Stituationen zum Ausbruch. Für andere Rassen war es erschreckend wie jder Kampf mit blutiger Gnadenlosigkeit ohne zu zögern durchgeführt wurde. Die Kampftruppen der Iksars waren für ihre effiziente Kampfweise berühmt und gefürchtet. Dies hatten schon die Drachen zu spüren bekommen. Als einzige Rasse hatten die Iksars den Drachen verheerende Niederlagen beigebracht. Dadurch aber auch in der Vergangenheit ihre eigene Macht verloren. Drachen sind gnadenlose Gegner, die nie vergessen.
Schon die jungen 'Broodlings' wurden einem unbarmherzigem Auslese Verfahren unterzogen. Sie waren rechtlos, bis sie in der jeweiligen Gilde sich den Weg hochkämpften. Eine andere Möglichkeit war einen Beschützer zu bekommen, der wiederum im Gegenzug alle Rechte an ihnen erhielt. Dies war nur eine andere Form des Sklaventums. Oft war man nicht besser als die Frogloksklaven gestellt.
Allerdings war man wenigstens nur den Launen eines Iksars ausgesetzt. Denn es war eine todbringende Sache einem Iksar seinen Besitz streitig zu machen oder nicht zu respektieren.
Im Dunst tauchten die mächtigen Türme des Tempels of Terror auf. Zasak spürte die Magie die schon von weitem den Tempel umgab. Der typische Schlag eines Spells der Evocation Klasse durchbrach den Morgen. Der Tempel schlief nie. Am Tage wie in der Nacht wurde dort geübt und trainiert. Im Tempel waren die Gilden der Shamanen und Shadow Knights untergebracht.
Erneut durchbrach krachend ein Blizzard Blast den Morgen, an den Wänden der Stadt brach sich das Echo und rollte tosend über die Stadt. Zasak machte sich Sorgen, denn diese Gewalt hatte die Handschrift des Prime Hierophanten Vekn zu Cabilis. Die Bedeutung war ihm nicht klar, aber wenn dieser schon in dieser Deutlichkeit sich bemerkbar machte, musste es etwas bedeuten.
Im Näherkommen konnte der nicht magisch begabte Betrachter vereinzelte Lichtblitze in grausiger Schoenheit das Gemäuer umwabern sehen. Für einen Shamanen mit Zasaks Fähigkeiten war aber viel mehr zu erkennen. Jeder einzelne Spellcast, selbst des untalentiertesten Novizen war wahrnehmbar. und bereitete ein Trommelfeuer auf seine Sinne. Deutlich konnte er die Anwesendheit seines Vaters erkennen. Seine 'Handschrift' war unverkennbar. Der Eingangsbereich und die grosse Halle waren angefüllt mit betenden und opfernden Iksars. Die Luft war beissend, mit allerlei Gerüche durchsetzt, die darauf schliessen liessen, dass hier nicht nur Kräuter abgebrannt wurden, sondern auch ein paar Frogloks.
Zwischen den Gläubigen huschten die Novizen hin und her, die allerlei Geschenke und Opfergaben an den Tempel in die Keller trugen. Die Luft war erfüllt mit dem Singsang der Priester und den Geräuschen von gecasteten Spells, die das einfache Volk beeindrucken sollten.

Fortsetzung folgt....

Zasak ( Gast )
Beiträge:

27.10.2001 09:41
#3 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Am Ende der Grossen Halle erkannte Zasak mit seinen Sinnen das magische Schild das die hinteren Hallen des Tempels abschloss. Dort war es nur den einflussreicheren Persönlichkeiten gestattet den Tempel zu betreten. Den Priestern am Eingang nickte Zasak zu, was mit einem Nicken beantwortet wurde. Im Gegensatz zu den nicht magisch begabten Besuchern, war es Zasak möglich selber das Schild zu durchdringen. Er spürte das magische kribbeln auf der Haut, spürte wie kleine blauen Flammen knisternd an seinem Körper hinunterliefen.
Er betrat den inneren Bereich, gleich veränderte sich die Stimmung, es war wie wenn man eine neue Welt betrat. Düster und nur von Fackeln erleuchtet erstreckte sich eine grosse Halle. Das Licht reichte nicht aus die Decke auszuleuchten.
Wispernde und gedämpfte Stimmen waren zu hören. Irgendwo schrien ein paar junge Iksars. Schmerzprüfungen waren harte Übungen. Vorbei an verschiedenen Opferaltaren und abgehenden Türen schritt Zasak bis zu einem hölzernen Gitter.
Dort machte sich Zasak mit einen paar anderen Besuchern auf eine längere Wartezeit bereit. Hinter dem Gitter sah er die Hierophanten, darunter auch seinen Vater stehen und mit ein paar Besuchern reden. auf dem Kopf trugen Sie die oft üblichen präparierten Antilopen Masken.
Zasak sah alle vertretenen Klassen der Oberschicht von Cabilis. Necromanten, Shadow Knights, Warrior, Monks wie auch natürlich vereinzelte Shamanen. Zasak hörte wie jemand leise seinen Namen rief. Er gewahrte nun die Gestalt in der dunklen Robe, sie legte ihre Kapuze zurück und darunter kam ein schönes Iksar Weibchen zum Vorschein. Kritzran, eine Necromantin des 50. Kreises betrachtete ihn mit einem gierigen Blick. Iksar Weibchen hatten im Gegensatz zu den Männchen eine filigranere Figur. Auf dem Kopf trugen sie 3 Hornfortsätze die nach hinten wuchsen. diese Hörnern waren wie mit Schwimmhäuten miteinander verbunden. Bei den Fortpflanzungsritualen spielten sie eine grosse Rolle. Zasak war diese Begegnung nicht gerade willkommen. Kritzran kannte Zasak seit seiner Zeit des Werdens. Sie hatten quasi zusammen ihren Aufstieg in ihren jeweiligen Gilden begonnen.

Wo Zasak genau geboren wurde weiss er nicht, aufgewachsen ist er in Cabilis.
Gezeugt durch eben diesen Hierophanten Oxyn und einer unbekannten Necromantin mit der er sich bei einem der ausschweifenden Tempelfeste zu Ehren Cazic Thules vergnügte.
Schon sehr früh zeichnete sich ab, dass bei ihm die Gabe stark ausprägt war und so wurde er früh in der Beherrschung dieser Kraft unterwiesen.
Wie bei allen heranwachsenden Iksars welche die Gabe besitzen, blieben auch ihm die Schmerz Prüfungen nicht erspart. Da bei Iksars die Anwendung der Gabe Schmerzen verursacht, musste er bis zur Zeit des Erwachens diese Prüfungen und stundenlange Meditationsübungen durchführen. Die Kraft der Gabe war aussergewöhnlich und so wurde er der Shamanen Gilde zur Ausbildung übereignet,wo ihm auch die Tempel und Folterrituale der Hierophanten gelehrt wurden. Bei den Iksars ist der Shamane ein fester Bestandteil der Kampftruppen. Deshalb wurde auch Zasak eine militärische Ausbildung des ersten Grades in der Führung von Blunt- und Piercingwaffen zuteil. Seine abschliessende Prüfung in allen
Skills kostete wie üblich einigen Frogloksklaven das Leben. Das anschliessende Blutritual machte aus dem jungen Echsen einen erwachsenen Jungshamanen. Danach wurde Zasak sein Namen gegeben und ihm die erste eigene Waffe übergeben mit einem Empfehlungsschreiben seiner Ausbilder meldete er sich bei den Hierophanten der Gilde. Damit war Zasak aus der Zeit des Werdens und der Abhängigkeit entlassen.
Zasak hatte dabei noch den Vorteil gehabt, ein anerkannter Sohn eines Hierophanten gewesen zu sein. Die Ausbildung war zwar dann dementsprechend härter, aber dafür blieben ihm die anderen Repressalien erspart, die eine solche Gesellschaft aufbringen kann, die sich Cazic Thule dem Gott der Folter und des Schmerzes verschrieben hat.

Er hörte das entäuschte Zischen, als Zasak leicht mit dem Kopf schüttelte.
Ausgerechnet eine Necromantin dachte Zasak. Sie versuchte es immer wieder.Allerdings liess Zasak nie eine eindeutige Absage erkennen. In der Gesellschaft der Iksars waren Intrigen und Verrat ein äussert beliebtes Mittel um die eigenen Interessen durchzusetzen. Grenzte man sich zu sehr aus, musste man damit rechnen sich irgendwann als Outcast, in den Sümpfen oder sonst wo wiederzufinden. Man war dann nur noch ein Verstossener, der dann den jungen Iksars als Jagdobjekt diente.
Vor Zasak ging der Nächste nach Aufforderung hinter die Gitter zu den Hierophanten hinein.
Wieder schrien einige junge Novizen aus den angrenzenden Räumen, die typischen Geräusche von gecasteten Spells drangen daraus hervor. Die Iksar Gesellschaft hatte eine gnadenlose Auslese der eigenen Bevölkerung in Gang gesetzt. Um den Aufstieg wieder zu schaffen, wurde die Bevölkerung systematisch gesiebt. Jeder junge Iksar hatte sich zuerst einer Sichtung zu stellen, danach wurden sie gemäss ihrer Voraussetzungen in die möglichen Klassen der Bevölkerung eingeteilt. Neben den bekannten Gilden/Klassen, gab es durchaus noch das gemeine Volk wie auch die Verstossenen. Die Verstossenen waren alles was man in Cabilis und im neuen Iksar Reich nicht haben wollte.
Die Klassen hatten gewissen Einfluss und Macht, so war wie schon erwähnt die Gilde der Shamanen wohl die einflussreichste, gefolgt von den Necromancern.
Diese zwei Klassen stellten die hochmagiebegabten, quasi die Intelligenz der Iksars. Gefolgt wurden sie von der Shadow Night, der Monk und der Warrior Gilde.

Zasak fuhr aus seinen Gedanken hoch, als er seinen Namen hörte. Sein Vater rief ihn. Gemessenen Schrittes ging Zasak durch das Gitter, seinem Vater entgegen der ihn mit einem stechenden Blick aus seiner Antilopen Maske entgegen starrte.......




Zasak ( Gast )
Beiträge:

11.11.2001 10:20
#4 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Mit einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend trat Zasak seinem Vater entgegen. Mit einem demütigen Kniefall begrüsste er den Vertreter des geisten Oberhauptes im Iksar Reich. Nach einer angemessenen Pause erhob er sich und blickte seinem Vater erwartungsvoll entgegen. Mit einer sanften mit leichten zischlauten durchsetzen Stimme begrüsste er ihn " Sei gegrüsst mein Sohn, Zasak Oxyn, Mystic im 52. Kreis der Weissheit." "Seid gegrüsst Hierophant Oxyn, ich freue mich meine Aufwartung machen zu dürfen." Wohlwollend betrachtete der Hierophant die Abzeichen der Macht an Zasaks Schuppenpanzer. "Es ist mir eine Freude euch eifrig bei der Entwicklung Eurer Fähigkeiten zu sehen. Erzählt mir von Euren Reisen, was gibt es Neues? Die nächsten 30 Minuten hörte der Hierophant aufmerksam den Geschichten und Erfahrungen seines Sohnes. Hinter dem Hierophanten gewahrte Zasak eine Bewegung. Ein Historiker, sie schrieben oft die Erzählungen der Besucher mit. Die Berichte wurden in den Kellern des Tempels gelagert und bei Bedarf ausgewertet. Die reisenden Iksars waren die Augen und Ohren der Hierophanten in Cabilis. Sie halfen bei den Entscheidungen, beim Deuten von Prophezeihungen und um generell informiert zu sein, was ausserhalb Cabilis so vorfiel.
Ab und zu wurde Zasak von Zwischenfragen unterbrochen, wurden ihm persönliche Fragen gestellt, was er zu dem Erfahrenen so für eine Meinung habe. Die Hierophanten waren durchaus den Meinungen anderer aufgeschlossen. Was sie daraus aber für Schlüsse zogen, das blieb oft verborgen.
Nachdem Zasak geendet hatte, senkte sein Vater den Kopf und schien nachzudenken. Schliesslich räusperte er sich und es schien Zasak kurz so als wenn ein bischen Vaterstolz in seiner Stimme mitschwang "Mein Sohn, ich bin wieder sehr zufrieden mit Eueren Informationen, Ihr seid ein wichtiger Botschafter für uns und der Heldenmut und der Kampfgeist den Ihr sicher für die Beschaffung aufgewendet habt, gebührt meine volle Anerkennung." Zasak nickte dankend und der Hierophant fuhr wieder mit seiner sanften zischelnden Stimme fort. "Die Hierophanten haben beschlossen, Euch eine Auszeichnung zuteil werden zu lassen. Begleitet mich zur Musterung unserer jungen Broodlings, die Gilde will nach dem Nachwuchs Ausschau halten." Zasak Herz machte einen Sprung. Ihm wurde hier gerade eine grosse Ehrung der Gilde zuteil. Wie bereits berichtet, wurden alle jungen Iksars ab einem bestimmten Alter von den herrschenden Gilden gemustert um sie auf ihre Tauglichkeit für die jeweiligen Aufgaben zu untersuchen. Dies war auch eine sehr wichtige Sache füer jeden Iksar. Bestimmte diese Musterung doch über seinen weiteren Lebensweg und Werdegang in der Gesellschaft der Iksars. Jedem Iksar stand damit ein Weg offen sich eine respektierte Position in der Geselschaft zu erarbeiten. Sollte er die Begabung dazu aufweisen.
Jede Gilde liess sich bei diesen Musterungen durch seine höchsten Würdenträger vertreten. Sie hatten die recht bedeutende Aufgabe, den geeigneten Nachwuchs für die Gilden sicherzustellen und damit nicht unerheblichen Anteil an der Entwicklung der Gilde. Dadurch dass Zasak an diesem Tag als Musterer teilnehmen durfte wurde ihm eine besondere Ehre zuteil und bedeutete eine Aufwertung seiner Person und damit seiner Position innerhalb der Gilde.
Zasak folgte seinen Vater in die hinteren Räume des Tempels wo sie beide die Amtskette umgehängt bekamen, der für diese Aufgabe vorgesehen war. Danach traten sie beide gefolgt von einem Historiker in einen der vielen Innenhöfe des Tempels. Hier waren schon an die 30 Ausbilder versammelt. Die zischelnd geführten Gespräche verstummten sofort, ausnahmslos alle senkten in Ehrerbietung das Knie. Mit einem Nicken des Kopfes quittierte sein Vater die Begrüssung und strebte dem Ausgang zu. Alle Ausbilder formierten sich und folgten den beiden Musterern in Zweiergruppen nach. Nach dem Durchqueren mehrer Flure und Gänge ereichten sie einen Nebenausgang, dort wurden sie bereits von einer kleinen Militär Eskorte der Legions of Cabilis erwartet. Obwohl ein Shamane sich sehr wohl seiner Haut wehren konnte war es üblich das die Eskorte die Gilden auf diesen Weg begleiteten. Damit wurde auch ein schnelles Durchkommen in den doch oft überfüllten Gassen von Cabilis sichergestellt. Ausserdem war diese Stadtwache für den reibungslosen Ablauf der Musterungen zuständig.
Während die Massen in den Strassen angesichts des Trosses der auf sie zukam,schnell in die Nebenstrassen und Hausgänge auswich, schritten die Musterer des Tempels angemessenen Schrittes Richtung West Cabilis.
Cabilis war in einem flachen Berg aus Stein gebaut worden. Wobei die Stadt teilweise einen offenen Himmel aufwies. die Reste des Gesteins waren als natürliche Mauern stehen gelassen worden. Dadurch bildete die Stadt einen grossen Schutz vor Angriffen. In ganz Kunark waren von den fremden Besuchern keine Steinbrüche zu finden. Der Grund war ganz einfach: Cabilis war der Steinbruch gewesen aus dem die vielen monumentalen antiken Städte und Standbilder in Kunark hergestellt worden waren. Jetzt bildete dieser Steinbruch die letzte existierende grosse Stadt der Iksars auf Kunark.
Der Tross strebte den Durchgang zu East Cabilis an. Hier beherbergte die Stadt viele Cavernen die tief in den Berg geschlagen waren. Sie schritten durch einen dichten Pulk von Stadtwachen als sie eine grosse Caverne betraten. Auf einer Seite waren die verschiedenen Gilden in Zelte untergebracht, die wie eine lose Absperrung die Caverne in 2 Teile unterteilte wobei jedes Zelt vom anderen nach hinten versetzt stand. Jedes Zelt hatte eine Standarte aufgepflanzt, die das Zeichen der jeweiligen Gilde trug. Die Reihenfolge der Mustererzelte waren gemäss ihrem Rang von vorne nach hinten angeordnet. Zasak folgte seinen Vater in das für sie vorbereitete erste Zelt, sie nahmen dort an einem Tisch Platz während die Ausbilder hinter dem Zelt Aufstellung nahmen. Das Bild sah bei jeder Gilde ähnlich aus. Zasak wusste was nun folgte: Die Stadtwachen würden nun die zu musternden jungen Iksars durch die Zelte treiben. Die Shamanen waren als ranghöchste Gilde die ersten die eine Sichtung durchführten. An Ihnen lag es dann auch festzustellen ob ein Magiebegabter für die Shamanen oder eher für die anderen auf Magie basierenden Gilden in Frage kam. Zasaks Aufgabe war eine recht anstrengende, er musste jeden testen, ob er Spuren von Magie aufwiesen. Diese sandte er seinem Vater weiter, der dann die Sichtung fuer die Shamanen übernahm.
Die anderen die sein Missfallen erregten wurden zur Necromancer Gilde weitergeschickt. Wurde ein geeigneter Broodling gefunden wurde dieser den Ausbildern übereignet, die dann die Anwärter in Gruppen zum Tempel des Terrors brachte. Falls Zasak keine Magiebegabung feststellte, signalisierte er dies dem Guard der ihm am nächsten stand, der dann den Anwärter zu der höchsten Melee Gilde sandte, der Monk Gilde. Diese entschied dann weiter über das Schicksal des jungen Iksars. Wer keine Musterung bestand, war zu einem Leben im Dienste der Gilden und des Imperators verdammt. Sie bildeten dann das breite gemeine Volk der Iksars.
Mit einem Nicken des Kopfes in Richtung des Hauptmannes der Stadtwache startete sein Vater die Musterung. Durch die Kette der Posten wurde der erste Anwärter zu Zasak geführt. Zasak blickte in die verängstigten Augen des ersten jungen Iksars und machte sich bereit diesem üble Schmerzen zuzufügen....

To be continued!



Zasak Oxyn
Shamane im 53. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
Beiträge:

14.11.2001 00:19
#5 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Was früher als junger Shamane als es noch eine Anstrengung war und mit konzentrierten Armbewegungen durchgeführt wurde, geschah nun mit einm kurzen zusammenziehen der Augen. Ein leicher auf Kälte basierender DD Spell wurde von Zasak auf den ersten jungen Iksar gecastet. Zasak sah wie der Broodling die Schuppen stellte, als der Frostspell ihn traf. Die Augen wurden feucht und der Mund öffnete sich leicht. Zischend entfuhr ihm ein Laut des Schmerzes. Zasak achtete auf das mentale Echo das immer kam, sollte eine magische Begabung vorliegen. Es blieb aus.
Dieser Iksar würde nie eine magische Laufbahn einschlagen. Mit einem kurzen Fingerzeig wies er den ihm nahestehenden Legionär an, den Iksar Broodling zu dem Zelt der Monk Gilde weiterzuschicken. Einer nach dem anderen kamen sie an die Reihe und wurde von Zasak gepeinigt. Mal waren sie ruhig mal übernervös, manchmal auch magiebegabt. Es gab richtige Helden unter ihnen und bei manchem konnte man schon jetzt die geforderte Härte und Erbarmungslosigkeit in den Augen ablesen. Manchen nickte Zasak anerkennend zu oder fragte sie nach ihren Namen. Dies waren dann Auszeichnungen der besonderen Art. Denn einen endgültigen Namen bekam man bei den Shamanen erst mit Abschluss der Gildenausbildung. Zasak wusste noch wie stolz er war als er ohne mit der Wimper zu zucken beide Tests der Shamanen Musterer bestand. Die Magiebegabten wurden von Zasaks Vater nochmal in Augenschein genommen. Der Test vor dem Hierophanten war nochmal eine Klasse 'intensiver' und manch einer musste regelrecht weggetragen werden. Diese waren wenn dann Kandidaten für die Necros und Shadow Knights. Was abwertend klingt, hatte eigentlich seine Berechtigung.
Jede Klasse hatte ihre eigenen Testkriterien. Zasak konnte sich vorstellen das manch ein für die Shamanen Gilde geeigneter Jungiksar bei den nicht minderheftigen Necro und Shadow knight Tests umfallen würde.
Der Ausleseprozess der jungen Iksar Broodlings dauerte den ganzen Tag. Wiedermal wurde ein junges Iksar Weibchen zu Zasaks Stuhl gebracht. Zasak schaute auf und war verblüfft. Er blickte in endlos tief scheinende schwarze Augen, die Nase war mit den für Iksar Weibchen typischen Einfärbungen versehen. Dieses Exemplar war aber von Cazic Thule mit einer besonderes schönen rotgelben Ausfärbung bedacht
worden. Sie zeigte keine Regung ausser einer Spur Neugier und Interesse an Zasak indem sie ihn eingehend mussterte. Innerlich grinste Zasak, diese war mal was besonderes. Zasak holte in Gedanken etwas weiter aus als er den Spell castete.
Plötzlich hatte er das Bedürfniss sich zu produzieren, sich ihr auf seine Weise vorzustellen und sie zu beeindrucken. Die kleine Iksar Schönheit reagierte fast nicht als der härtere Frostrifft sie traf. Leider musste Zasak feststellen, dass auch ein Echo der Macht ausblieb. Er fragte sie nach ihrem Namen, 'Kokuu'erwiderte sie mit einem grinsen, Zasak grinste zurück, als er sie mit einer Handbewegung zu den Monks weitersandte. Er würde sie im Auge behalten.
Aus den Augenwinkeln konnte er beobachten, dass dieses hübsche Ding tatsächlich von der Monk Gilde genommen wurde. Der Musterer der Monk Gilde war Zasak bekannt und einer der als besonders brutal geltenden Meister der Kampfschule. In letzter Zeit waren viele Monk Novizen angefallen, es wurde nun noch härter gesiebt.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang riss der Strom der zu musternden jungen Iksars ab. Zasak schloss sich seinem Vater an, der zu der Mitte des Platzes schlenderte um sich mit den Musterern der anderen Gilde zu einem kleinen höflichen Gedankenaustausch zu treffen. Die Muster tauschten nicht ernstgemeinte Nettigkeiten aus und machten sicherlich schon wieder Politik. Es gab immer wieder Reibereien unter den Gilden.
Der Platz leerte sich nun schnell und Zasak schritt mit seinem Vater unter Begleitung der Eskorte zurück zum Tempel des Terrors. Hier ging es wieder endlos lange Gänge entlang. In den Räumlichkeiten des Hierophanten Qxyn wurde Zasak von seinem Vater ein Dankeschön und eine Anerkennung für die gelungene Musterungsarbeit ausgesprochen. Mit einer milden Handbewegung entliess er Zasak.
Zasak war erleichtert dass sein Vater ihn nicht zum weiteren Verbleib einlud. Er hätte schwerlich absagen können. Der Historiker seines Vaters führte ihn zum Tempel hinaus, es war stiller geworden in den Vorhöfen, morgen würden wieder viele Pilgerer und Bürger zum opfern kommen. Zasak fasste den Umhang enger zusammen als ihn draussen eine kühle Brise traf. Es bildete sich schon der erste all abendliche Nebel über den Kanälen von Cabilis als Zasak noch ein Abstecher in den Haggle Baron tat. Dies war eine Kneipe in der Nähe des Tempels und ein Treffpunkt vieler Iksars. Es liess sich hier nicht nur ein frischgebrautes Cabilis Bier zapfen sondern es war immer gut besucht und eine gute Informationsquelle. Zaghaft nippte Zasak an seinem frischen, roten und so wohlschmeckendem Bier. Alkohol war bei allen Völkern Norraths ein beliebtes Getränk aber auch Iksars lockerte Alkohol die Zunge und lies sie dementsprechend mitteilungsfreudig werden. Aber heute war ausser ein paar prahlerisch vorgetragenen Heldentaten lowleveliger Novizen der verschiedenen Gilden nichts in Erfahrung zu bringen. Zasak lies das Bier die Kehle runterrinnen und dachte über den ereignisreichen Tag nach. Er war jetzt einen Schritt weiter in der Gilde nach oben gestiegen. Damit war seine Stellung weitergefestigt, wichtig um evtl. Intrigen entgegenzutreten. Plötzlich tauchte ein Gesicht vor Zasaks innerem Auge auf. Ein hübsches Iksar Weibchen mit abgrundtiefen schwarzen Augen blickte ihn über einer leuchtend gelb, roten Nasenzeichnung an. Zasak seufzte, das konnte er jetzt gerade auch noch brauchen. Schon wieder etwas was alles nur komplizierter machte. Gedankenverloren warf Zasak ein paar Silber Münzen auf die Theke und verabschiedete sich mit einem Kopfnicken. Er ging nun direkt nach Hause, liess sich von einem seiner Frogloks entkleiden und warf sich sofort auf sein mit weichen Fasern ausgepolstertes rundes Bett und verfiel in unruhige Träume.....






Zasak Oxyn
Shamane im 53. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
Beiträge:

16.11.2001 17:27
#6 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Am nächsten Morgen erwachte Zasak aus seinem unruhigen Schlaf. Er schwang sich aus seinem Bett und blinzelte in die gleissende Helligkeit der morgendlichen Sonne, die mal wieder Kunark mit ihrer Wärme verwöhnen würde. Zasak dachte an seine letzte Reise durch Velious und seine Eiswüsten und rekelte sich wohlig in der Sonne. Zufriedend knurrend trat er auf seinen Balkon und betrachtete mal wieder das rege morgendliche Treiben in den Gassen und Kanälen vor seinem Haus.
Langsam machte er dabei seine Dehnübungen. Die letzte Nacht war eine unruhige Nacht gewesen. Seltsame Träume nicht greifbar aber bedrohlich. Erst am frühen Morgen hatte er von einer grazilen Iksar Schönheit träumen können. Er versuchte nach diesen bösen Träumen zu greifen aber er wusste nichts mehr, nur das beunruhigende Gefühl war noch übrig. Ein blubberndes Qauken störte seine Gedanken, Zasak drehte sich nach seinem Frogloksklaven um.
Bei seiner quakenden Frage nach Essen überkam Zasak ein Heisshunger auf Froglokschenkel. Dabei betrachtete Zasak intensiv die Beine seines Haussklaven. Vielleicht deutete dieses Wesen den Blick seines Herrn richtig, auf jeden Fall wurde dieser plötzlich ziemlich unruhig und trat von einem Fuss auf den anderen. Dies liess das Wasser in Zasaks Mundwinkeln erst recht zusammen fliessen. Zasak riss sich zusammen. Immerhin machte der Froglok seine Arbeit zufriedenstellend.
Es gab keinen Grund sich einen Neuen anzuschaffen. Seufzend wiess Zasak ihn an ein paar Beetle Fladen einzukaufen und warf dem Froschkopf gleich noch ein paar Goldstücke zu, die dieser geschickt auffing. Der Froglok entfernte sich eifrig und erleichtert. Während Zasak den Froglok unten aus dem Haus Richtung Marktplatz stürmen sah, musste Zasak dran denken wie nützlich der Unterricht bei diesem Enchanter Selwind gewesen war. Zasak beherrschte die Froglok Sprache nun fast perfekt.
Zasak spürte plötzlich die sanfte Anwesendheit einer ihm sehr vertrauten Magie. Gleich darauf hörte er mit seinen feinen Sinnen das leichte zirpen. Er blickte sofort nach oben und da sah er den Vogel auf dem Fensterbrett sitzen. Das Fenster gehörte zu seinem Arbeitszimmer, das oberhalb des Balkons lag. Über Zasaks Gesicht huschte ein Lächeln als er sich sofort die Treppe hinauf in den obersten Stock begab. Seine Sinne tasteten die Türe ab. Es war niemand unerlaubterweise da gewesen seit seinem letzten Aufenthalt. Zasak betrat vorsichtig den Raum. Er war ein heller, grosser Raum, der Boden war mit sanften Riedteppichen ausgelegt. Die eine Wandseite war mit Regalen zugestellt in denen unordentlich Papierrollen gelagert waren, die andere nahm ein Regal ein in dem allerlei wunderliche Gegenstände verstaut waren. Alles Mitbringsel von fernen Ländern Norraths. Am Fenster stand ein mächtiger Schreibtisch, übersäht mit vielen Karten und Bücherstapeln. Gegenüber am Fenster sass der Vogel und pickte eifrig Körner aus einer Schale, die Zasak dort hingestellt hatte. Zasak trat behutsam näher und nahm den Vogel sanft in die Hand. Der Vogel schaute ihn treuherzig an und schien sich auch nicht daran zu stören als Zasak sein Bein zwischen die Krallen nahm um das kleine Röhrchen zu entfernen. Behutsam setzte er den Vogel wieder neben die Körnerschale, wo dieser sofort weiter frass. Der junge Druide der Elder Dragons namens Träumer hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet. Der Vogel war eindeutig von ihm gezähmt und gecharmt worden. Das Röhrchen hatte kein wahrnehmbares Gewicht. Zasak zerbrach das magische Siegel und entrollte eine ganze Reihe hauchdünner Pergamente. Zasak räumte erstmal eine freie Stelle auf dem Schreibtisch frei und breitete die feinen Pergamente aus. In diesem Moment hörte er wie der Froglok draussen das Essen vor die Türe stellte. Er wusste dass sein Herr und Meister in diesem Raum nie eine Störung wünschte und dass er diesen Raum nicht betreten durfte.
Die Pergamente stellten die Neuigkeiten aus der Gilde der Elder Dragon dar. Es waren gesammelte Werke aus den Diskussionen die sich so im Laufe der Zeit ergaben. Es war zwar aufwendig ein solches Nachrichtensystem zu unterhalten, aber durchaus praktisch. Die Botschaften könnten, selbst wenn sie in fremde Hände fielen niemand nützen. Wer den magischen Schlüssel nicht kannte, würde keine Schrift mehr vorfinden. Zasak prüfte die magischen Zeichen und stellte
zufrieden zischelnd fest, dass es tatsächlich die nächste erwartete Botschaft war.
Die Sonne stieg immer höher, während Zasak die Nachrichten sichtete. Ab und zu stand er auf und bewegte sich erregt im Raum auf und ab. Er war wieder mal zur Wahl in den Gildenrat vorgeschlagen worden, ausserdem war die neue Satzung vom Übergangsrat erarbeitet und beigefügt worden. Eine Gildensitzung würde bald einberaumt werden. Zasak wusste er musste jetzt eine Entscheidung fällen. Aber dafür musste er sich selber erst sicher sein. Zasak schob die Pergamente zusammen und warf sie in eine edel verarbeitete metallene Schüssel die auf einem Podest neben dem Schreibtisch ruhte. Mit einer flüchtigen Handbewegung setze er die Pergamente mit einem magischen Feuer in Brand. Zasak beobachtete wie die Pergamente in einem kurzen aufflammen sich kurz in die Luft erhoben und in einem anmutigen Tanz vergingen. Zasak schritt durch das Zimmer und nahm aus einer Ecke einen aus kleinen Zweigen hergestellten Vogelkäfig und setze den Vogel behutsam in den Käfig. Zasak starrte kurz teilnahmslos in den Käfig als plötzlich kleine grüne Schlieren aus dem Boden zu steigen begannen. Im Käfig nahm eine kleine Portion Hartbrot Gestalt an und eine Schale füllte sich mit Wasser. Zasak stellte den Käfig auf den Tisch und betrachtete die herbeigezauberten Nahrungsmittel. Zasak bemerkte wieder das Hungergefühl und glitt zur Türe um dort den Beetle cake zu holen. Zasak schaute traurig auf die nicht gerade schmackhaft aussehende Mahlzeit. Es war immer für Zasak wie auch für viele Iksar Shamanen nur eine Not Massnahme sich selber die Nahrung zu summonen. Leider konnte man immer nur die Nahrung herbeibeschwören die auch im Boden steckte. Das waren aber eben keine leckeren Froglokschenkel sondern eben nur Getreide Produkte.....
Missmutig schlang Zasak das Essen hinunter. Es war wohl wieder mal an der Zeit etwas für sich selber, seinem eigenen Wohlbefinden zu tun. Zasak beschloss eine Jagd in die Sümpfe zu unternehmen und eine Nacht dort draussen zu verbringen. Er konnte dann dort weiter sich darüber im klaren werden was er der Gilde antworten sollte. Es war auch eine geeignete Gelegenheit sich generell über einiges im klaren zu werden. Bei dem Gedanken an einen frisch über dem Feuer gebratenen Froglokschenkel stellte das grosse Echsenwesen erregt die seitlichen grossen Schuppen ab. Beschwingt und gut gelaunt verliess Zasak das Zimmer, versiegelte die Türe und begab sich ins Schlafzimmer um sich anzukleiden.

Die Armor eines Iksars unterschied sich in vielen Punkten von den Kleidern anderer Rassen. Ausnahme war die Robe der Necromancern. Es war regelrecht eine harte Schale in die sich die Iksars zwängten. Dazu war eine enorme Gelenkigkeit von Nöten. Was zum Teil extrem anstrengend war, verhalf den Iksars zu einer enganliegenden harten Panzerung. Diese Panzerung war aus vielen Gliedern zusammengesetzt und dementsprechend in gewisser Hinsicht geschmeidig zu nennen.
Plattenarmor durften die Iksars nicht tragen, es zerstörte ihre Schuppen. Diese Armor gipfelte mit ihren meisterlichen Eigenschaften in der sogenannten Cabilis Armor. Sie wurde hier in der Stadt von Meisterschmieden hergestellt. Das Erlernen war eine langwierige und schwere Arbeit. Die Iksar Armor verstärkte die eh schon von Natur aus gut bewehrten Iksars und verhalf ihnen darüber hinaus zu einem guten Kälte und Hitzeschutz. Sie war extrem schmutz- und wasserabweisend was sie zum schwimmen und für die Reisen der Echsenwesen ideal machte. Sie gab keine Geräusche von sich. Das knarren, scharren und rascheln der anderen Bekleidungen der Völker Norraths, kannten die Iksars nicht.
Es war nun Mittagszeit als Zasak beschloss sich mal den Nachwuchs der Iksars im Field of Bone anzunehmen. Geschmeidig verliess er sein Haus und strebte in Richtung des östlichen Stadttors davon....

Zasak Oxyn
Shamane im 53. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
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19.11.2001 01:05
#7 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak eilte Richtung Osttor. Das Osttor bestand wie alle Stadttore von Cabilis aus einem Durchbruch in der Felswand. Hier nickte Zasak den Wachen zu, die ehrerbietig zurück grüssten. Das war auch nicht immer so gewesen. Als junger Novize war Zasak regelrecht missachtet worden. Damals hatte er auch noch einen tiefen Respekt vor den Stadtwachen. Heute verhielt sich das anders herum. Nach diesem ersten inneren Tor passierte Zasak das zweite Tor. Auch hier nickte Zasak den Wachen freundlich zu. Freudig überrascht gewahrte Zasak das Tropper Mozo mal wieder Dienst schob. Zasak begrüsste ihn freundlich und Mozzo gruesste freundlich zurück, wobei Mozo ihm sofort mal wieder eine Prämie anbot, sollte er Skeletton Bones abgeben. Dabei lachte er in seiner typischen lauten Art. Zasak lachte mit. Mozo war eine erfrischende Persönlichkeit unter den Stadtwachen. Er bot im Auftrag der Stadt Cabilis den Novizen an, sie für das Erschlagen von Skeletten zu belohnen, sobald sie mit den gesammelten Knochen deren Tod bei ihm beweisen konnten. Dies war natürlich nur für die jungen Novizen gedacht. Allerdings kannte Mozo Zasak noch aus dieser Zeit. Beide waren sich schon immer sehr sympatisch gewesen. Die Skelette aber auch Skorpione, Wölfe und Käfer waren eine Landplage, wie so vieles was im Field of Bone (FoB) rumkroch. Um diese Creaturen im Griff zu halten, mussten sie immer wieder dezimiert werden. Das machte FoB zu dem geeigneten Novizen Trainingsgebiet schlechthin. Die Stadt bezahlte auch Prämien um die Novizen motiviert zu halten. Hinter Mozzo stapelte sich ein grosser Berg Knochen. Es würde nicht lange dauern bis die Necro Gilde diese Knochen abholte. Sie wurden zum Training in deren Gilde verwendet.
Wie vor allen Stadttoren von Cabilis so waren auch hier Ruinen vorhanden die das Tor rechts und links säumten. Diese prächtigen mehrstockigen Gebäude waren damals im grossen Krieg zerstört worden. Der Wiederaufbau war bereits im Gange. Jetzt schon dienten die Ruinen als Marktplatz. Sie waren voll mit Händlern die aus der Umgebung von Cabilis stammten. Die Platzmieten waren weitaus billiger als in der Stadt selber. Um die Sicherheit kümmerte sich auch hier die Stadtwache. Das wussten auch die hier kämpfenden Novizen zu schätzen, die oft genug mit Gegnern an den Fersen und mit letzter Kraft zu den Wachen rannten.
Eine ziemlich gute Möglichkeit den Gegner loszuwerden, wenn man sich mal wieder überschätzt hatte. Dies wusste Zasak selber nur zu gut aus seiner Zeit als Novize.
Zasak konzentrierte sich kurz, und castete das so genannte Spirit of the Wolf. Dabei führte er die magische Bewegung durch, die ihm bei der Konzentration half. Er spürte die Magie durch seine Beine rasen, wie es warm wurde bis in die Zehenspitzen. Leichtfüssig und mit kraftvollen Bewegungen rannte Zasak mit magisch erhöhter Geschwindigkeit in Richtung des trockenen Stausee davon, der das Zentrum des FoB bildete.
Bereits kurz nach den Ruinen gewahrte er die ersten Novizen, wie sie noch unbeholfen aber voller Tatendrang sich an dem Getier hier mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten auf die Probe stellten.
Zasak setzte sich auf eine umgefallene Steinsäule und beobachtete das Ganze. Immer wieder kamen die jungen Broodlings zu Zasak und liessen sich mit zusätzlicher Stärke und SoW versorgen. Es sprach sich mal wieder schnell herum wer da aufgetaucht war. Wieder näherte sich ein Novize und Zasaks Aufmerksam wurde sofort gefesselt von der leuchtend gelbroten Nasenspitze. Hier war sie also, Kokuu der frischgebackene Monk. Sie war nicht mehr genauso wie er sie in Erinnnerung hatte. Kokuu lächelte zurückhaltend und lispelte einen leisen Gruss. Dann fragte auch sie nach den üblichen Buffs. Zasak betrachtete sie eingehend und lächelte zurück. Sie hatte gelitten, wie so viele Novizen vor ihr. Die Ausbildungen waren hart und oft grausam. Was den magiebegabten Iksars bei ihrer Ausbildung geistig für Qualen angetan wurde, das hatten die normalen Kampftruppen körperlich zu erleiden. Oft war es zwar sinnvoll aber oft genug einfach eine grausame Selbstdarstellung der Ausbilder, die damit ihre eigenen Bedürfnisse an den Novizen zufriedenstellten. Kokuu war mit frischen Blessuren übersät und ihre Schuppenhaut wirkte stumpf. Zasak hatte wieder das Bedürfniss sich darzustellen und fing an die kleine frischgebackene Novizin mit den magischen Buffs und Schilden zu versorgen von denen hochrangige Melees immer träumten, sobald ein Kampf anstand. Kokuu wurde von abwechselnd blauen, gelben und grünen Lichtern und geheimnisvoll sich verändernden leuchtenden Sternen und
Schlieren eingefangen, sie wetterleuchteten in ihren Augen und rannen an ihrem Körper auf und ab. Mächtige Schilde aus feinem magischen Gespinnst überzogen sie. Zasak genoss die typische Begeisterung die man in den Augen derer sah, die mit solchen Kräften aufgeputscht wurden. Er konnte regelrecht sehen wie diese kleine Novizin von den Kräften der Magie mächtig gemacht wurde. Ihre Haltung und ihre Augen drückten eine wilde Entschlossenheit aus alles niederzuringen was sich ihr in den Weg stellen sollte. Ihre Wunden schlossen sich und wurden sichtbar kleiner bis sie ganz verschwanden. Kokuu dankte ihm herzlich und Zasak freute sich innerlich, ihr etwas Gutes getan zu haben. Mit einem letzten Lächeln drehte sie sich um und rannte vom SOW getragen in den Wald, die vielen sich dort tummelnden Kreaturen zu zeigen was sie gelernt hatte und was in ihr steckte. Zasak schaute ihr nach und in seinem Kopf formte sich ein aberwitziger Gedanke der sofort in einen Plan mündete. Zasak grinste, es waren faszinierende Gedanken.
Zasak wusste wie lange seine Buffs anhielten, also wartete er geduldig bis Kokuu wiederkommen würde. Er versorgte sie mit neuen Buffs und freute sich ihr helfen zu können. Sie bedankte sich wieder lispelnd und rannte wieder von dannen, ihre Fertigkeiten zu verbessern. Zasak erhob sich und wanderte in Gedanken versunken nach Cabilis zurück.
Er wusste nun was er tun musste. Er würde sich in die Sümpfe begeben und Frogloks jagen, eine Nacht dort würde ihn sicher helfen sich über so einiges im Klaren zu werden.....

Zasak Oxyn
Shamane im 54. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
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22.11.2001 18:34
#8 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak schritt gemessenen Schrittes durch Cabilis Richtung dem Stadttor das zum Sumpf hinausführte. Die Strassen war immer noch belebt, Cabilis schlief irgendwie nie. Er schritt am grossen Markt vorbei wo auch ein reges Treiben herrschte. Sehr bald war er an dem nächsten Stadttor angekommen und erreichte den Platz vor der Stadt Cabilis. Auch hier waren wie übrigens vor jedem Stadtor einstige Prachtbauten als Ruinen erhalten. Aber es war bedeutend stiller als in anderen Gebieten um Cabilis. Es verirrten sich nicht viele Iksars in den Sumpf. Besser gesagt nicht die anständigen Bürger von Cabilis. Denn der Sumpf der Hoffnungslosigkeit wurde seinen Namen für die Verstossenen der Iksars voll und ganz gerecht. Hier war einer der Sammelbecken, voll mit Ausgestossenen welche Cabilis nicht brauchen konnte. Verbrecher und Iksars die einfach Pech gehabt hatten. Die Vegetation war ein Wald mit Bäumen die immer im Wasser standen, bevölkert von Würmern, Moskitos und angriffslustigen Planzen. Die Bäume waren am Stamm alle teilweise ausgebleicht, man konnte daran erkennen wie der Wasserstand sich veränderte hier im Sumpf. Das Wasser selber war so sauer das es die Rinde der Bäume angriff und den Moosbewuchs absterben liess. Dadurch kamen diese weissen, bänderartigen Ringe um den Stamm der Bäume. Der Sumpf wurde durch einen Wasserfall gespeisst der von einem unterirdischen Strom stammte. Diese Quelle lag tief in einer kleinen Bergkette verborgen. Die Quelle speisste auch den Fluss der nach Trakanon hineinfloss und den See dort entstehen liess. An diesem Quelltopf tief im Berg war auch ein Lager der verstossenen Iksars. Man musste an ihnen vorbei wollte man vom Sumpf nach Trakanon hinein. Im Süden hingegen kam man in die Ebene von Firiona Vie, so benannt von den Siedlern der sogenannten Guten Rassen von Norrath. Diese hatten dort schon einen grossen Aussenposten errichtet. Aber das wichtigste für Cabilis und seine Iksars war die Tatsache das hier tief im Sumpf eine Froglokstadt lag. Ein grosser Schatz vor den Toren der Stadt. Die Frösche hatten eine hohe Fortpflanzungsrate und dienten den Iksars als Sklaven, Opfergaben und vorallem als Spezialität auf dem Speiseplan. Iksars liebten Froglok legs über alles. Hier waren öfters Jäger der Stadt unterwegs um die Frogloks zu jagen. Man konnte damit gute Geschäfte mit den Bewohnern und Händlern der Stadt machen. Allerdings war es den Novizen die hier zum Training jagten verboten mit dem Fleisch Geschäfte zu machen. Dies war ein Monopol der Jäger. Aber man munkelte auch das es Iksars gab die mit den Outcasts verbotene Geschäfte um diese beliebten Nahrungsmittel machten. Zasak konzentrierte sich, griff tief in sein Innerstes hinein, der Schmerz brach sich Bahn, Sekunden vergingen wie eine Ewigkeit. Grünes Licht brach über den Iksar herein als einfach aus dem Nichts heraus ein leicht durchsichtiger Wolf entstand. Die Wachen am Tor schauten erfürchtig zu und grüssten ehrerbietig. Selbst für die Stadtwachen war es ein Erlebnis zu sehen wie ein Shamane seinen magischen Begleiter herbei rief. Weitere Konzentration folgte und Zasak zauberte das so allseits von allen Bewohnern Norraths so beliebte SoW. Magische Schilde folgten. Sofort setzte sich Zasak in Bewegung und eilte gefolgt von seinem Pet in Richtung der Froglokstadt davon. Mehr als einmal wurde er von der aggressiven Flora und Fauna angegriffen. Aber sein magischer Begleiter war bereits dem Range seines Meisters angemessen, viel zu stark um mit den Angreifern nicht sofort kurzen Prozess zu machen. Es gab hier im Sumpf eh keinen Bewohner der für Zasak noch einen ernsthaften Gegner darstellte. Das dachte wohl auch die kleine Gruppe der Verstossenen auf einer kleinen Lichtung als Zasak urplötzlich unter ihnen auftauchte, mit einem unheimlich wirkenden drohend knurrenden magischen Wolf an seiner Seite. Sie spritzen sofort nach allen Seiten auseinander und verschwanden geräuschvoll im Unterholz des Sumpfes. Zufrieden musterte Zasak die Lichtung. Ein ordentliches Feuer brannte und es war genug trockenes Holz für die Nacht gesammelt worden. Zasak zischelte zufrieden, während er wartete wie die Ruhe langsam wieder in den Sumpf zurückkehrte. Der Shamane zischelte leise Worte, der Wolf spitze daraufhin die Ohren und setzte sich wachsam neben dem Feuer auf den Boden. Zasak rollte ein paar der grösseren Steine aus der Umgebung ins Feuer, kniete dann in der für Iksars typischen Art nieder und fing an zu meditieren. Es war eine Notwendigkeit für jedes magische Wesen Norraths seine eigene magische Kraft wieder aufzufüllen. Dies geschah durch die Meditation am effektivsten. Zasak spürte wie seine magische Kraft sich erholte, wie das innere Gleichgewicht der Magie sich wiederherstellte. Die Nacht senkte sich langsam über den Sumpf, die Geräusche veränderten sich. In das von Gasblasen erzeugte Blubbern mischte sich das zirpen der Insekten und das quaken der kleineren Vertreter der Frösche.
Plötzlich blinzelte Zasak und richtete sich ruckartig auf. Die Geräusche hatten sich verändert. Zasaks Echsenschwanz zuckte mit der Spitze leicht hin und her und verriet seine innere Erregung. Auch sein magischer Begleiter spitzte die Ohren. Zasak orientierte sich kurz uns schlich sich halbgeduckt zwischen die Bäume davon in Richtung des Geräusches. Die Bäumen standen im Sumpf sehr dicht, damit war die Sicht nach vorne nur begrenzt. Durch die Wasserlachen glitt Zasak möglichst geräuschlos hindurch. Dann war er seinem Ziel ganz nahe und bewegte sich dementsprechend langsam und lautlos weiter. Da sah er ihn, wie erwartet einen Froglok. Zasak schätze ihn ab und stellte fest, er hatte einen gesunden, kräftigen aber ihm gegenüber chancenlosen Gegner vor sich. Der Spellcast selber war leider nicht lautlos aber das nutzte dem Froglok auch nichts mehr. Ein grünes Wabern machte sich um die Beine des Frogloks bemerkbar als er mit den Füssen magisch auf den Boden festgenagelt wurde. Während der Froglok versuchte doch noch mit einen weiten Sprung zu fliehen, kündigte sich heulend und pfeiffend der nächste Spellcast an. Eisblaue leuchtende Lichter brachen aus Zasaks Fäusten hervor, wurden intensiver und mit einem heftigen Schlag wurde der Froglok mit einem Schadensspruch getroffen der auf reiner Kälte basierte. Die glänzend grüne Haut des Frogloks wurde mit einer Schicht Raureif überzogen als ihn die Kälte bis ins Mark erschütterte und ihm seine Körperwärme und Lebensenergie entzog. Ein blauer kleiner Eisblizzard leuchtete mit funkelnden Eiskristallen durchsetzt, kurz und grausam schön um den Froglok herum auf. Der Froglok taumelte noch als Zasak über ihn war und ihm mit einem kurzen harten Schlag seiner Keule ins Genick das selbige sofort brach. Das ganze hatte nur Sekunden gedauert und der Sumpf schien den Atmen angehalten zu haben, als unvermittelt die typischen Geräusche der Grillen und anderen Nachttiere wieder anschwollen.
Es blitzte kurz auf im fahlen Mondlicht als Zasak die Iksar Phalange zückte. Dies war eine kleine scharfe Klinge die gerade von den Hierophanten gerne bei den rituellen Schlachtungen benutzt wurde. Jeder Shamane hatte das in seiner Ausbildung lernen dürfen. Die Klinge sausste nieder, zwei kraftvolle Schnitte, ein Knirschen und mit einem starken Ruck und einen kurzen Knacken drehte Zasak das Bein aus dem Rumpf des toten Frogloks. Das gleiche geschah mit dem zweiten Bein. Während die abgetrennten Beine ausbluteten, reckte Zasak die blutige Klinge in den Nacht Himmel und murmmelte ehrfürchtig mit zischelnder Stimme die übliche Danksagungsformel. Dann kniete er am Wasser nieder und reinigte seine Klinge. Dabei beobachtete er aufmerksam seine Umgebung. Im Sumpf wurde alles immer sofort verwertet. Der Rumpf des toten Frogloks würde nicht lange unbemerkt bleiben und Aasfresser anlocken.
Zasak warf sich die Froschbeine über die Schulter und stapfte zufrieden den Weg zurück zur Lichtung wo sein magischer Gefährte treu Wache stand....


Zasak Oxyn
Shamane im 54. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
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02.12.2001 10:35
#9 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak traf die Lichtung an wie er sie verlassen hatte, allerdings lag eine der fleischfressenden Planzen tot neben der Feuerstelle. Sie war wohl seinem Lager und damit seinem magischen Begleiter zu nahe gekommen. Diese Pflanzen hatten eine mörderisch schöne blaue Blüte und bewegten sich kreuz und quer durch den Sumpf auf der Suche nach Beute. Ihre Art zu jagen bestand darin sich anzuschleichen und in Reichweite der Beute angekommen, ihnen einen übelriechenden und ätzenden Strahl Verdauungssäfte auf den Kopf oder Gesicht zu spritzen. Die Beute wurde durch ein darin enthaltenenes Gift gelähmt und erblindete oft beim ersten Angriff. Mit einem heftigen Tritt beförderte Zasak die Überreste in das dunkle Unterholz. Er liess die Froglokbeine von der Schulter ins feuchte Gras gleiten, ging in die Hocke und legte mit einem Ast die jetzt ziemlich heissen Steine frei, indem er das Holz im Feuer auseinanderriss. Zasak schichtete ein paar kalte Steine auf die Heissen und legte die frischen Froglok Beine drüber. Dann griff er in seinen Medizinbeutel und streute eine Auswahl von Kräutern auf die heissen Steine. Ein würziger Qualm stieg zwischen den Steinen auf, verwirbelte über der Feuerstelle und stieg über die Lichtung in den dunklen Nachthimmel. Zasak wippte leicht auf den Fersen, ab und zu stach er mit der Phalange in die bratenden Froglokbeine und drehte sie auf der Feuerstelle, dabei floss ein öliger Saft über die Beine und verdampfte zischend in den Steinen. Ein verführerischer Duft legte sich langsam über die Lichtung.
Was sollte er tun? Zasaks Gedanken kreisten um die Probleme der letzten Zeit. Er war nun lange in der Gilde der Elder Dragons, ein Wechsel zu einer anderen Gilde war zwar ein verlockender Gedanke aber eher wohl eine Illusion. Zasak glaubte mittlerweile nicht daran das es andere Gilden grundsätzlich besser machten. Es rumorte heftig im Lande Norrath. Viele Gilden zerfielen, ihre Kämpfer starben oder wurden des Kampfes müde. Ein allgemeiner Drang zur Tatenlosigkeit machte sich breit. Viele entzogen sich dem Kampf und wurden sesshaft, andere zogen als Einzelkämpfer durch das Land. Norraths Kämpfer wurden weniger in diesen Tagen. Konnte oder durfte Zasak sich der grösseren Verantwortung entziehen?
Zasak zog das erste Froglokbein von den heissen Steinen und liess es in der kühlen Nachtluft abkühlen, während er genussvoll daran schnupperte.
Konnte Zasak immer nur Missstände anprangern oder versuchen Änderungen durchzusetzen, ohne eine grössere Verantwortung wahrzunehmen. Früher war ihm die Möglichkeit gar nicht gegeben worden, nun erhielt er die Chance. Die Elder Dragons hatten immer noch ihre Werte, auch diese wurden weniger in diesen Tagen. Wer oder welche Gilde hatte sich denn schon dem Kampf gegen die Mächte des Bösen auf die Fahnen geschrieben. Dies war schon für Zasak nicht leicht, da er seinem Volk dabei in vielen Dingen nicht mehr folgen konnte. Aber so viele Gilden jagten nur noch hinter den Reichtümern Norraths her. Es bildeten sich immer grössere Gilden, die nur der Gier nach Reichtum und Besitztum folgten. Keine Ideale, keine Grundsätze, keine Werte. Was nutzte der Kampf wenn er nicht Idealen folgte, waren dann die Gilden und Kämpfer nicht austauschbar? Andererseits waren auch die Elder Dragons noch zu wenig um wirklich etwas als Gemeinschaft zu bewirken.
Zasak entblöste eine Reihe spitzer scharfer Zähne und biss kräftig in den Froglokschenkel, eine kurze Bewegung mit den Kiefern und der erste Bissen rutschte den Hals hinunter. Iksars hatten als Echsenwesen keine Backenzähne, damit fehlte ihnen die Möglichkeit die Nahrung im Mund zu kauen und zu zerkleinern. Dafür hatten sie oben und unten eine Reihe spitzer sehr scharfer Zähne. Mit einer kurzen gegenläufigen Bewegung wurde die Nahrung regelrecht zersägt. Die Bissen wurden kurz im Mund gewälzt und dann in einem Stück geschluckt wo sie dann von einer besonders scharfen Magensäure zersetzt wurden.
Es dauerte nicht lange, da war die Keule bis auf die Knochen abgenagt. Zasak warf das was noch übrig war mit einem kraftvollen Schwung hinter sich in die Büsche.
Zasak rülpste laut und zufrieden. Er packte das letzte Froglokbein sorgfältig ein und entfachte das Feuer neu. Das mächtige Echsenwesen setzte sich bequem hin und verfiel in tiefe Nachdenklichkeit. Er liebte diese Ursprünglichkeit, die nächtlichen Geräusche des Sumpfes, das leise fauchen der Flammen und das knacken des brennenden Holzes. Seine tiefe Nachdenklichkeit mündete in eine Meditation, vermischt mit Erinnerungen und Visionen. Schlachtenlärm und Gebrüll der Feinde, vergossenes Blut dampfte auf dem weissen gefrorenen Boden und mischte sich in die singenden Stimmen der magischen Sprüche die auf beiden Seiten dem Feind entgegengeschleudert wurden. Die weiten der Dreadlands tauchten vor seinem inneren Auge auf, der dürre ausgemergelte Boden durchkreuzt von riesigen Spinnen, halb Mensch halb Tier. Die Allianz, stolz die Streitmacht wie sie sich den Drachen im Temple of Veshaan entgegenwarf. Der Glühende Boden, die Wolken von Säure und Feuer die den Körpern das Leben aussaugten. Mächtige Drachenköpfe die Feuer und Eis den Kämpfenden entgegen schleuderten und sterbende Kämpfer. Die Schemen verblassten und aus den Drachen formte sich ein bekanntes Gesicht. Kritzran die Necromantin die Zasak verführerisch anlächelte und dabei ihre Zähne gierig entblöste, sie troffen plötzlich vor Blut, Zasaks Blut, siegessicher begannen ihre Augen zu brennen, verwandelten sich in helle Lichter, Fackeln gleich die schwelend an der Wand eines Raumes hingen den Zasak von irgendwoher kannte, er sah sich liegen, leblos und seine Seele entfernte sich rasch und lies den kleiner werdenden Körper auf einem blutgetränkten Boden zurück. Alles wurde plötzlich hell und warm, Zasak fühlte sich angenehm leicht und befreit, er blickte nach oben, wobei das Nichts kein oben und unten zu haben schien und erwartete die Sonne Kunarks zu sehen. Ein heller verwaschener Fleck schien die Quelle seines Wohlbefindens zu sein. Der Fleck wurde plötzlich deutlicher und nahm Konturen an, ein Gesicht, Dunkle Augen bildeten sich und Zasak erkannte ein Muster das ihm bekannt vorkam. Plötzlich erkannte Zasak das er fiel und dem Gesicht entgegenstürzte. Sehr schnell konnte er nur noch ein Auge sehen, es füllte den ganzen Horizont, ein dunkler grosser Fleck schimmernd wie ein See, er glänzte hell, Zasak fiel hinein und fühlte wie er ruhig und weich langsam hineinsank. Es wurde dunkel, Zasak riss die Augen auf um die Dunkelheit zu durchdringen und wispernde Stimmen erhoben sich. in der Ferne bildete sich ein roter Lichtpunkt der immer näher rückte, langsam erkannte er ein Glühen und er hörte wie das Wispern in das beruhigende Zirpen und blubbern des Sumpfes mündete. Am niedergebrannten Feuer wachte noch immer sein magischer Begleiter und es bildete sich ein leichter heller Silberstreif am Horizont und die Sterne fingen an zu verblassen.
Zasak suchte in seiner Tragetasche nach einer Flasche Bloodwater und trank gierig. Dabei dachte er über das Erlebte nach. Selten waren Visionen so eindrucksvoll und so anspruchsvoll. Erschöpft und mit mehr Fragen als Antworten erhob sich Zasak, winkte seinem Begleiter ihm zu folgen und schlenderte langsam Richtung Cabilis davon....

Zasak Oxyn
Shamane im 54. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
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14.12.2001 00:14
#10 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak schritt durch das Tor nach Cabilis, unter den wachsamen Augen der diensthabenden Soldaten. Ein Necro der Legionen von Cabilis musterte ihn aufmerksam. Seinen Begleiter liess er vor dem Tor zurück, er löste sich daraufhin mit einem letzten kurzen Wolfsheulen auf. Er würde jederzeit einen neuen heraufbeschwören können.
Die Strassen waren schon wieder mit Echsenwesen bevölkert. Zasak betrachtete die Kanäle sehnsüchtig. Zasak eilte nach Hause, liess seine Taschen fallen und sprang vom Balkon direkt in den Kanal vor seinem Haus. Er genoss das schwimmen an diesem Tag besonders. Anschliessend machte er ein paar Dehnübungen auf dem Balkon und lies sich von der heisser werdenden Sonne wärmen.
Die Entscheidung war gefallen. Zasak stieg daraufhin die Treppen zu seinem Arbeitszimmer hinauf und fing dort an eifrig kleine Botschaften auf Pergament zu verfassen. Er teilte der Gilde seine Bereitschaft mit, für den Posten eines Rats der Elder Dragons zu kandidieren und verfasste ein paar Antworten und Stellungnahmen zu den einzelnen Briefen. Er verpackte das ganze in der Form wie er es bekommen hatte, drückte das magische Siegel auf und liess den Vogel frei, dieser setze sich erst auf den Fenstersimms und kurz darauf flog er davon. Zasak lief unruhig im Zimmer auf und ab. Es würde bald eine Zusammenkunft der Gilde geben. Aber bis dahin würde er Zeit haben etwas zu reisen und Abenteuer zu suchen.
Zasak verbrachte Stunden damit Pläne zu sichten und dicke Bücher zu wälzen auf der Suche nach alten Überlieferungen. Überlieferungen die auf Schätze oder magische Gegenstände verwiesen, Rätsel die evtl. einen Reiz besassen von Zasak gelöst zu werden. Zasak entschloss sich nach Karnors Castle zu reisen. Die Gegner dort waren die Armee des untoten Ventril Sathir. Sie waren für Zasak noch ernst zu nehmende Gegner und würden ihm helfen seine Fähigkeiten zu trainieren und damit zu verbessern. Dort waren auch immer viele Reisende der fernen Kontinente Kunarks um ihr Glück zu versuchen. Wie viele Untote Fürsten freute sich auch Ventril über Gegner für seine Armee. Er lockte regelrecht die Gegner in dem er ihnen in Aussicht stellte durchaus wertvolle Ausrüstung in den untoten Körpern zu finden. Ein zusätzlicher Reiz für Abenteurer.
Zasak begann seine benötigte Ausrüstung zu sammeln. Er instruierte kurz seinen Froschkopf, verpasste diesem einen nachdrücklichen Hieb auf den Kopf, damit er mal wieder gewarnt war, wie ernst er diese Anweisungen zu nehmen hatte. Ein letztes mal lies er sein Auge über das Haus schweifen und unter den Augen des Frogloks der zitternd in der Ecke stand, drückte Zasak dem Haus sein magisches Siegel auf.
Er würde wissen was hier geschehen war, wenn er zurückkehrte. Zasak verliess das Haus und strebte der Bank zu. Dort hob er seine benötigte Reisekasse ab und liess sie sorgfältig eingepackt in den Taschen verschwinden. Plötzlich fühlte er sich beobachtet und wie etwas an seinem Geist zu zerren begann. Zasak reagierte auf den magischen Angriff in einer blitzartigen Drehung, der Springwood Club sprang regelrecht in seine Hand und er baute sofort ein mächtiges magisches Schild auf. Es schossen gleich mehrere Gedanken durch seinen Kopf. Wer konnte einen Angriff unter den Augen der Legionen von Cabilis mitten in der Bank auf ihn ausführen. Er wusste das sämtliche Abwehrmassnahmen vergeblich waren, sollte der Angriff ernstgemeint sein. Er mussterte die Halle und sah wie eine Gestalt in einer Robe hinter einer Saeule zum Vorschein kam. Da erkannte er zwei belustigt dreinblickende Augen die Kritzran der Necromantin gehörten. Der Lifetap war nur kurz und ziemlich schwach angesetzt gewesen. Zasak fühlte wie der Zorn in ihm heiss aufloderte. Mit ein paar Schritten war er bei der Necromantin und griff im Geist tief in sich hinein und er berührte seine Kraft, Symbole geisterten durch seine Gedanken, nahmen Gestalt an. Ein blaues Leuchten fing an um seinen Körper zu wabern. Er bemerkte wie der belustige Ausdruck aus Kritzrans Augen dem Erschrecken wichen. Kritzran senkte sofort den Kopf und blickte zu Boden. Dies war ein uraltes vererbtes Zeichen der Unterwerfung. Zasak erkannte sofort das er dabei war zu weit zu gehen. Sofort riss er sich zusammen, wurde ruhiger und zog sich zurück von seiner Kraft. Kritzran blickte auf und zischelte: 'Du Narr warst gerade dabei uns beide umzubringen' Er wusste das sie recht hatte. Hätte er seinen, in diesem Fall ernstgemeinten Angriff zu Ende geführt, hätten die Legionäre hier in der Bank sofort beide, Ihn und die Necromantin erschlagen. Da hätte ihm auch sein hoher Rang nicht geholfen. Wer grundsätzliche Gebote in der Stadt missachtete wurde gnadenlos bestraft. Verärgert ergriff er sie hart an ihrer Kutte und und riss sie brutal an sich und zischelte ihr drohend und kalt ins Ohr: 'Greife mich nie, nie wieder mit deiner dreckigen Magie an, oder es ist mir gleich ob wir beide Cazic Thule schon früher begegnen.' Er sah kurz die Angst in ihren Augen aufflackern und es gefiel ihm. Sofort neigte sie wieder unterwürfig den Kopf und drängte sich an ihn. Dann schaute sie ihm wieder in die Augen und sagte mit schmeichelnder Stimme: 'So nahe sind wir uns noch nie gekommen, Zasak Oxyn'. Zasak blieb kurz die Luft weg. Dieses raffinierte Biest. 'Das wird auch das letzte mal sein'. 'Ich habe eine Nachricht für dich Zasak' 'Dann sprich und dann lass mich meinen Geschäften nachgehen.' Er hielt sie noch eisern fest, er wollte es nicht zugeben aber es war ein aufregendes Gefühl. Kritzran stöhnte kurz und wand sich in seinem Griff, der Stoff ihrer Robe spannte sich bedrohlich. 'Ich soll dir Grüsse von Pedox ausrichten.' Zasak stiess sie derb von sich, sie taumelte kurz und er schaute sie mit einem glasigen Blick an. Pedox !!
Erinnerungen tossten wie ein Wasserfall durch seine Gedanken. Erinnerungen die er eigentlich vergessen wollte. Pedox, sein jüngerer Bruder der den dunklen Weg der Magie beschritten hatte und ein Necro geworden war, aber das war noch das kleinere Vergehen. Wortlos packte Zasak seine Taschen fester und verlies eilig die Bank und liess eine spöttisch dreinblickende Kritzran zurück.
Zasak schritt eilig Richtung Cabilis East und verliess schnell die Stadt. Ein unbeteiligter Beobachter hätte den Eindruck gehabt, dieser Iksar lief irgend etwas regelrecht davon...


Zasak Oxyn
Shamane im 55. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
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18.12.2001 18:06
#11 Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Die Zeit ging ins Land. Es wurde leicht kälter in Kunark, öfters wehten nun kühle Brisen über den Kontinent. Es gab häufiger kleinere Unwetter und da wo klimatisch die warmen auf die kalten Zonen stiessen, drangen die Schneestürme tiefer als zur Sommerszeit in die warmen Gegenden vor. Kunark kannte keine ausgeprägten Jahreszeiten. Es wurde einfach im Wechsel etwas kälter und dann wieder wärmer. Die Bäume behielten ihr Laub ganzjährig. Kunark war reich an verschiedenen Vegetationszonen, die sehr oft von ziemlich unterschiedlichen Wesen bevölkert wurde.
Im Westen der Dread Lands von einer hohen mit Schnee bedeckten Bergkette abgeriegelt, lag ein kleines Tal mit kräftigen Bäumen. Sie bewegten sich leicht in einer sanften Brise, auf einer Lichtung lag ein alter Ring aus grossen, steinernen Monolithen. Sie waren im Kreis angeordnet und mit magischen Zeichen bedeckt. Sie waren alt, einige schon schief im Boden versunken und mit Moos überwachsen.
Plötzlich schimmerte zwischen den Steinen kurz die Luft und es erschien aus dem Nichts ein kleiner Woodelve. Diese kleine Elfen Rasse hatte ihre Heimat in Greater Faydark. Dort bewohnten sie eine Stadt in den Bäumen und trieben regen Handel mit ganz Norrath. Wieder schimmerte die Luft und ein grosses Echsenwesen erschien neben dem um die Hälfte kleineren und zierlichen Woodelve. Zasak nickte ihm freundlich zu 'Danke dir Bamba' 'Immer gerne, Kröte'. Zasak winkte Bamba zum Abschied zu, von jedem Anderen wäre der Ausdruck 'Kröte' eine Beleidigung gewesen. Trotzdem zuckte Zasak bei dieser Anrede immer innerlich zusammen.
Dieser murmelte einen Zauberspruch und in einem Wabern und in sich verändernden, an Wassertropfen erinnernden Luftverwirbelungen verschwand Bamba, ein Druide der Elder Dragons. Woodelves waren fast immer Druiden. Irgendwie hatte diese Rasse den Hang dazu. Druiden waren eine wichtige Transport Möglichkeit in Norrath. Sie besassen die Fähigkeit magische Orte wie diesen mit ihren Kräften anzupeilen und sich dorthin zu versetzen. Wurden die Druiden erfahrener, konnten sie auch andere Personen an sich binden und mit ihnen an diese Orte reisen. Allderings hatten sie einen schlechten Ruf, ihre Geldgier für diese Dienste war legendär.
Zasak war in voller Kampfausruestung unterwegs. Neben einem riesigen Schild und seiner magischen Keule, trug er eine ziemlich dicke, feinstrukturierte Panzerweste und einen ausladenden Helm mit mächtigen an Hörnern erinnernde Vortsaetze. Zasak murmmelte einen Zauberspruch, breitete die kräftigen Arme aus. Belgleitet von einem tiefen Brummen bildete sich ein leuchtender gruener Kreis um Zasak auf dem Boden. Zasak erhob sich ein paar Handbreit ueber den Boden und blieb in dieser Höhe schweben. Behende und mit durch Magie erzeugter übernatürlicher Geschwindigkeit lief er Richtung Osten durch den Wald davon. Die Berge kamen immer näher und bald erreichte Zasak einen Höhleneingang, der wie er wusste durch die Bergkette führte. Kurvig schlaengelte sich der Tunnel durch den Berg, es wurde ziemlich kalt und der ganze Tunnel war mit einer dicken Schicht aus Eis überzogen. Zasak selber war als Iksar in der Lage in der Nacht zu sehen und sein Schild besass die Möglichkeit eine nur für den Traeger sichtbare Helligkeit auszustrahlen. Auf dieses Schild war Zasak besonders stolz, war es doch ein Teil seiner epischen Aufgabe, deren Lösung sich jeder ältere Schamane stellen konnte.
Es wurde leicht hell und mit den letzten Schritten lief Zasak auf der anderen Seite der Berge ins Freie. Die Sonne schien auf eine weisse Schneelandschaft und die plötzlichen hellen Reflexe marterten Zasaks empfindliche Augen. Er orientierte sich kurz, waehrend seine Augen begannen sich auf das helle Licht einzustellen. Zasak lief weiter Richtung Osten und durch das Schweben fiel er nur sehr langsam. Da sich das Gelände immer tiefer absenkte geschah es das Zasak einem Vogel gleich hoch oben am Himmel rannte. Tief unter sich sah er die Gegend und die hier heimischen Bewohner umherziehen. Am interessantesten waren fuer Zasak immer noch diese Spinnen, halb Mensch halb Tier, einen menschlich wirkenden Rumpf auf einen Spinnenkörper. Sie waren mit übler Magie ausgestattet und konnten vorallem schwächeren Reisenden ziemlich gefährlich werden. Zasak selber war zu weit oben um überhaupt von ihnen bemerkt zu werden. Die Vegetation aenderte sich, der Schnee verschwand und machte ausgedehnten Wäldern Platz.
Danach wurde das Land trocken und machte seinem Namen alle Ehre. Das Land wirkte ausgelaugt, als wenn ihm eine unsichbare Kraft ständig jede Feuchtigkeit entziehen würde. Der Boden war karg und die Trockenheit hatte in den Boden tiefe Risse gebildet, welche die Oberfläche des Landes wie ein Puzzle erscheinen lies. Karnors Castle die ehemalige mächtige Iksar Festung kam in Sicht. Er passierte sie und steuerte Richtung Norden. Langsam verminderte Zasak seine Höhe. Es kam eine weitere Bergkette in Sicht.
In der Ferne tauchte ein weiterer Tunneleingang auf, er war auffaellig duch umgestuerzte weisse Saulen markiert. Zasak eilte rasch hinein und gewahrte Reisende einzelner Rassen Norraths die hier lagerten.
Es dauerte nicht lange und Zasak erreichte das Tunnelende und vor ihm erstreckte sich das zerklüftete bergige Land der Frontier Mountains. Hier herrschten die Riesen. Zasak musste allerdings nur einen kurzen Weg hier im Schutze einer Bergkette zuruecklegen um dann den schmalen Pass nach Lake of Ill Omen/Den See der schlechten Vorzeichen zu erreichen.
Die gemässigste Zone und auch von der Landschaftsform am besten nutzbare war schon immer diese sehr weitläufige Ebene gewesen, heutzutage mit einem See in der Mitte. Dem See der schlechten Vorzeichen. In früheren Zeiten war diese Ebene ein fruchtbares Land gewesen, mit blühenden Siedlungen und einem Tempel in der Mitte. Das Iksar Imperium war durch ein Fort present gewesen, welches diese
Ebene gegen die Frontier Mountains absicherte. Die Frontier Mountains waren früh unter die Herrschaft der Riesen geraten.
Für die Überschwemmung war ein Zufluss aus einem Quelltopf verantwortlich der auch auf der anderen Seite nach FV hineinfloss und dort sich ins Meer ergoss. Zuerst brach damals der Quelltopf hervor und überschwemmte das Tal.
Überlieferungen berichteten, dass daraufhin im Tempel zahlose Opfer und Gottesdienste abgehalten wurden. Der sich bildende See wurde als schlechtes Vorzeichen gesehen. Aber Cazic Thule erbarmte sich nicht. Dann brachen die Massen der Eroberer durch den Berg, die gegrabenen Gänge bilden heute die Kobold Minen. Der Überfall auf diese damals blühende Landschaft und Kornkammer Kunarks kam überraschend für die Bewohner und kostete den dort niedergelassenen Iksars das Leben, wenige konnten fliehen. Die Übermacht der verbündeten Kobolde und Sarnaks war zu gross und so zogen sich die letzten Iksars nach wochenlangem Kampf nach Cabilis zurück und die Ebene war damit verloren. Die Siedlungen zerfielen, die gewaltige magische Windmühle drehte sich immer noch, allerdings war kein Mahlwerk mehr innen vorhanden. Heute war dort ein Handelsstützpunkt der nubischen Zwerge, die sich ein Handelsrecht von den Eroberern erworben hatten. Allerdings suchte das Imperium der Iksars mittlerweile wieder verstärkt den Kampf mit den Besatzern. Das Bündniss der Sarnaks und Kobolde war schnell zerfallen, als das gemeinsame Ziel, die Eroberung gelungen war. Die Sarnaks errichteten ein Fort, welches diese Ebene gegen die Frontier Mountains absicherte. Die Frontier Mountains waren früh unter die Herrschaft der Riesen geraten. Die Sarnaks verteidigten ihren Anspruch gegenueber den Riesen und den Kobolden.Die Kobolde hielten die zerfallenen Siedlungen und den Unterwasser Tempel besetzt. Sie bekämpften sich wann immer sie einander begegneten. Ein Fluch lastete hier auf dem Land, wie auch in anderen Gebieten Kunarks, untote Iksars durchkreuzten die Ebene und fielen alles an was ihnen zu nahe kam. Das Imperium machte die Drachen für den Fluch verantwortlich. Zasak glaubte eher an ein misslungenes Experiment der Necros. Schon die Sarnaks, eine Kreuzung aus Iksars und Drachen war ein ebensolches Experiment gewesen.
Diese Gedanken gingen Zasak durch den Kopf während er nur von seinen magischen Wolf begleitet den See erreichte und seine Angel bereit machte. Wenn Zasak noch etwas gerne ass, dann war es Fisch und der See hier beherbergte köstliche Fische. Lange war er fort gewesen. Nach erfolgreichen Kämpfen in Karnors Castle, zusammen mit Freunden aus der Gilde und Abenteurern aus ganz Norrath, war er auf der Gildenversammlung der Elder Dragons zum Rat gewählt worden und nun, war es an der Zeit nach Cabilis zurückzukehren.
Die Angelschnur zuckte leicht, mit einem festen Ruck holte Zasak eine Seeforelle ein, ein kurzer Griff mit den Krallen bewehrten Fingern und der Fisch zappelte nicht mehr. Eine weitere Bewegung schlitze den Bauch auf und Zasak nahm den Fisch aus. Zufrieden biss er in den frischen Fisch und fing an zu essen. Erneut warf er die Angel aus.
Zasak hatte nach seiner Einschätzung den 54. Kreis der Weissheit erreicht. Er war spürbar mächtiger geworden. Es fehlte ihm aber die offizielle Bestätigung durch die Schamanen Gilde. Ausserdem sehnte er sich nach Cabilis zurück.
Interessante Neuigkeiten machten in Norrath die Runde, ob die Hierophanten ihm wohl dazu mehr berichten konnten? Insgeheim gab es noch einen anderen Grund. Zasak grinste beim Gedanke an die gelbrote Nase.........

Zasak ( Gast )
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09.01.2002 17:31
#12 RE:Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Mit kraftvollen und geschmeidigen Bewegungen rannte Zasak nordostwärts durch die
Weiten von Lake of il Omen. Sein magischer Begleiter wie immer in
gleichbleibenden Abstand hinterher. Die hier lebenden Kobolde waren sehr junge
Vertreter ihres Volkes. Sie griffen nicht an und waren eher froh das ein so
mächtiger Gegner sie mit keinem Blick würdigte und sie nicht behelligte.

Endlich tauchten im fernen Dunst die ersten grösseren Ruinen auf. Davor
tummelten sich ein paar junge Iksars in der weiten Ebene und kämpften ihren
unvermeidlichen Kampf gegen den jungen Invasoren Nachwuchs.
Auch hier wurden Prämien in Cabilis bezahlt, falls die jungen Novizen die jungen
ihnen ebenbürtigen Gegner töteten.
Zasak verschob mal geschwind das Gleichgewicht zu gunsten der hier kämpfenden
Iksars, in dem er grosszügig Stärke, Schutzschilde und Geschwindigkeit auf die
jungen Kämpfer heraufbeschwor. Dabei umspielten die typischen Lichtspiele die
Körper der Iksars, Kraft durchfuhr sie und lies ihre Muskeln pulsieren. Die so
verzauberten Novizen bedankten sich überschwenglich bei Zasak und machten sich
wieder mit verstärkten Eifer über die jungen Kobolde her, die nun sichtlich
schneller starben.
Zasak nickte zufrieden und ging in die Ruinen zum Händler Klok Izram. Zum
heraufbeschwören des Levitate brauchte man als magische Zutat Fledermausflügel.
In ganz Kunark gab es keine Fledermäuse, soweit Zasak wusste. Woher Izram die
bezog war sein Geheimnis, aber sie waren günstig und wirkungsvoll, das war
die Hauptsache. Zasak brach den Bann der seinen magischen Begleiter in dieser
Welt hielt daraufhin löste dieser sich in purer magischer Energie auf.
Zasak schritt durch das Tor, er bemerkte hier und da die weiter
fortgeschrittenen Ausbesserungsarbeiten. Es war mehr als üblich ein Gedränge
hier am Tor. Zasak ergriff einen vorbei eilenden Iksar dem Anschein nach ein
Steinmetz, am Arm und fragte ihn diesbezüglich. Der Steinmetz verbeugte sich
tief und Zasak erfuhr, dass die Hierophanten in den nächsten Tagen ein
Tempelfest zu Ehren Caziz Thules abhalten wollten. Auf seinem Weg zu seinem Haus
spürte er deutlich die aussergewöhnliche Erregung in der Stadt.
Zu Hause angekommen wurde er von seinem nervösen Froglok begrüsst. Dieser
entspannte sich erst als Zasak mit einem zufriedenen Zischen zur Kenntnis nahm,
dass niemand ausser dem Froglok das Haus betreten hatte. Zasak eilte in sein
Arbeitszimmer und fand auch hier den Raum so wie er ihn verlassen hatte. Er
leerte seine Taschen, verstaute Habseligkeiten und Unterlagen in den grossen
Regalen. Sogleich sprang er wieder die Treppen hinab und verliess eilig das Haus
in Richtung Tempel des Terrors. Die Nacht brach wie immer schnell über Kunark
herein. In ein paar Minuten würde es dunkel sein. Überall wurden bereits die
Fackeln und Öllampen angezündet. Der Tempel war wieder eine grosse Quelle der
magischen Energie, ständig entluden sie sich in allen Farben und Formen. Zasak
betrat den Tempel und durchschritt wieder den allgemeinen Opfer und
Andachtsraum. Wieder hatte die Luft den Geschmack nach allerlei Gerüchen
angenommen. Beim vorbeischreiten nahm Zasak die Opfergaben war, die hier z.T.
abgebrannt wurden. Cazic Thule verbat keinem ein Opfer, sondern ihm war jedes
Opfer recht. Am besten etwas das einem Lebewesen entstammte. Das höchste war
immer noch das Leben eines Opfers direkt für Cazic Thule zu nehmen, am besten
von einem Hierophanten. Eine andere individuelle Form des Opfers war es, sich
selber Schmerzen zuzufügen und diese dem Gott Cazic Thule zu weihen. Diese Art
des Opfers wurde unter Aufsicht der Priester in den Nebenraeumen des
Andachtsraumes durchgeführt.
Zasak durchschritt den Energievorhang am Ende des Andachtsraums. Der Wechsel in
die daemmrige, stille bedrueckende Welt der Hierophanten, war körperlich
deutlich spürbar. Schmerzprüfungen fanden heute nicht statt, die Novizen waren
alle an den Vorbereitungen des Tempelfests beteiligt. Langsam und gemessen lief
Zasak durch die Halle, den Hierophanten am Ende der Halle entgegen. Wie immer
waren wieder allerlei Besucher hier um Unterredungen mit den Hierophanten zu
führen. Zasak grüsste ein paar ihm bekannte Persönlichkeiten und steuerte einen
Abgang an, der nach unten führte. Davor stand ein Priester, er war einer der
Trainer der den Shamanen zur Verfügung stand, die ihre Grade der Weissheit
erlangen wollten. 'Grüsse, ich bin Zasak Oxyn und möchte den 54. Grad der
Weissheit zu Ehren Cazic Thules erlangen'. ' Hail, Zasak, ich bin Prime Priester
Sqirz, folgt mir' Zasak folgte dem Prime Priest, der den Gang immer tiefer und
tiefer in der Art einer Wendeltreppe nach unten schritt. Endlich zweigte eine
Türe ab, er folgte den Priester durch die Türe und sie betraten eine kleine
Halle. Sqirz drehte sich um, ein Heulen erhob sich und gelbe Flammen, hell wie
ein Kometenschweif brachen aus den Faeusten von Sqirz hervor. Sofort griff Zasak
tief in sich hinein beruehrte seine magische Kraft. Zasak ignorierte den
Schmerz, er fühlte wie sein Körper mit zusaetzlichem Leben durchstroemt wurde.
Währenddessen war Sqirz schon dabei sich in ein magisches Schild zu hüllen.
Sofort tat es Zasak ihm gleich und machte sich auf den unweigerlichen Angriff
gefasst. Ein paar Augenblicke stand Sqirz ihm gegenueber, dann huschte ein
sadistisches Grinsen über das Echsengesicht und der erste magische Angriff
begann. Blaue, grüne und gelbe Lichter brachen aus seinen Faeusten hervor.
Angriff um Angriff rollte mit aeusserster Gewalt ueber Zasak hinweg. Er spuerte
die Kälte gefolgt von Gift schmerzhaft und Lebenskraft verzehrend durch seinen
Körper tosen. Der Raum fing an zu schwingen wie eine Glocke. Zasak musste nach
Atem ringen und fiel auf ein Knie, als eine Welle von Übelkeit über ihn
hinwegfegte. Er spürte den Schmerz und die Erbarmunglosigkeit der Magie über ihn
hereinbrechen, seine Schilde waren noch nicht gut genug gegen Sqirz und dieser
genoss es. Der Zorn loderte in Zasak auf, Worte murmeln konzentrierte er sich -
wieder bohrte sich ein Ansturm von Magie durch seinen Körper, Zasak schwankte,
fand seine Konzentration wieder und bemerkte mit Befriedigung wie Sqirzs Augen
leicht glasig wurden, wie sein Körper sich mit Raufreif überzog. Nun war Zasaks
Zeit gekommen, die Reisen, die Erfahrung und die Errungenschaften von magischen
Gegenständen, hatten seine Kräfte verstaerkt. Zauberspruch folgte Zauberspruch,
endlich gelang es Zasak die Schilde seines Gegners weitestgehend
niederzureissen. Die letzten Angriffe liessen den Prime Priester taumeln. In
Zasak tobte immer noch der Zorn, hell loderte der Hass. Er sank auf die Knie,
der Schmerz pochte noch laut in seinem Körper, er vertiefte sich in seine
Meditation. Er hatte nicht gewinnen können und das sollte er auch gar nicht,
aber er schwor sich diesen Sqirz irgendwann zu zerlegen und er wuerde es
geniessen....
Es gab einen hellen Klang als vor Zasak etwas auf den Boden fiel. Zasak öffnete
leicht die Augen und da lag sie vor ihm, die Insignie. Er riss die bisherige
Rune ab und gab sie dem vor ihm stehenden Prime Priester. Gehaessigkeit schwang
mit als Sqirz die Rune entgegennahm 'Gratulation Zasak Oxyn zu deinem 54. Grad
der Weissheit' Zasak presste ein 'Danke' hervor und versank wieder in
Meditation, während der Prime Priester den Raum verliess und nach oben ging.

Zasak ( Gast )
Beiträge:

02.02.2002 16:16
#13 RE:Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Es war feucht und es roch faulig. Irgendwo musste eine Verbindung zu den
Kanaelen von Cabilis sein. Bestaendig fielen Tropfen mit einer nervtoetenden
Gleichmaessigkeit in eine Pfütze. Zasak erwachte langsam aus einer wie ihm
schien langen, tiefen Meditation. Sein Zeitgefuehl war nicht mehr vorhanden. Er
hatte einen Geschmack nach Eisen im Mund und fühlte sich zerschlagen. Blinzelnd
öffnete er die Augen und nahm mit seiner Nachsicht wahr, das er alleine im
Dunklen auf dem Boden sass. Leise vor sich hin murmelnd stand er auf, er
bewegte die Hände in in kreisenden Bewegungen und ein beruhigendes blaues
Leuchten entstandt, umkreiste ihm, die Lichter drehten sich um ihn,
schmeichelten ihn und wisperten ihren beruhigenden Gesang. Zasak fühlte das
warme Gefühl der Magie, wie sein Körper pulsierte, erneut setzte er sich und
genoss es wie die heilenden Kräfte ihn wieder langsam aufbauten.
Es dauerte nicht lange und Zasak erhob sich wieder geschmeidig und lief die
Wendeltreppe nach oben. Er wartete geduldig bis er bei seinem Vater an der Reihe
war. Ihm wurde mal wieder bewusst wie schwer es wurde immer neue
Herrausforderungen zu finden und zu meistern und dann auch noch die Prüfungen in
der Gilde, nichts wurde leichter, so viel war sicher.
Hierophant Oxyn verabschiedete seinen Gesprächspartner und bedeutete Zasak mit
einem knappen Handzeichen näher zu treten. Ein Iksar beugte im Normalfall
niemals das Knie, dafür war diese Rasse zu stolz, aber bei dem obersten der
Gilde war dies schon angebracht und so fiel Zasak ehrerbietend auf ein Knie.
'Seid gegrüsst Zasak Oxyn mein Sohn und meine Gratulation zu euerer bestandenen
Prüfung zum 54. Grad der Weissheit.'
'Grüsse Hierophant Oxyn, ihr seid zu gütig mein Vater.' Zasak erhob sich
waehrend sein Vater erneut anhob ' Zasak, was gibt es zu berichten aus den
Weiten Norraths, was habt ihr erlebt.' Zasak fing an zu erzählen und wie immer
hatte er das offene Ohr seines Vaters und hörte das Gekratze des mitschreibenden
Historikers im Schatten hinter seinem Vater.
Er erzählte von Karnors Castle, seiner Suche nach der Shaman Epic, dem Besuch
Freeports, die Kaempfe auf den planes of Hate, Fear und Growth. Den Kaempfen in
den Saeuren und Feuernebeln der Drachen im Tempel of Veshaan.'Zasak, ihr wisst
das die Drachen unsere Erbfeinde sind, Ihr mehret gerade den Ruhm der SHM Gilde
und aller Iksars wenn ihr die Erbfeinde bekaempft. Wir hoeren mit Genugtung,
dass ihr den Kampf gegen diese Brut bis in eine ihrer eigenen bedeutenen Städte
und Hochburgen fuehrt.' 'Es ist eines meiner erklaerten Ziele dort die so
wehrhafte Rüstung der Drachen zu erobern, um mich noch besser und sicherer gegen
die Feinde Cabilis zu behaupten und dabei allen zu zeigen das wir die Drachen
auch weiterhin zu besiegen verstehen, dabei verbuende ich mich sogar mit Teilen
der Drachen, nur um dieses Buendnis bei Bedarf wieder zu brechen, sollte ich
mein Ziel erreicht haben.' Der alte Hierophant nickte zustimmend mit dem Kopf.
Zasak erzaehlte weiterhin von der Stadt City of Mists, Chardok, den
Drachenkaempfen in Skyfire und den ersten Schritten in Sebilis der alten
prächtigen Iksar Stadt.
Sein Vater wurde erst dann sehr interessiert, als Zasak das Gemunkel von
bevorstehenden grossen Ereignissen in Bezug auf den Mond Luclin weitergab.'
Zasak, das was ihr beschreibt ist uns durchaus bekannt.' Zasak schaute ihn
verdutzt an. 'Auch wir als Shamanen und Iksars sind an diesem grossen Ereignis
beteiligt und das schon länger.' 'Vater, ihr seht mich erstaunt, könnt ihr mir
das erklären, wir sind nirgends beliebt und werden überall als Feinde angesehen.
Wie könnten wir an einer Sache beteiligt sein, die eine Zusammenarbeit mit den
intelligenten magischen Völkern Norraths erfodert, wo sie doch unsere Feinde
sind.' 'Das ist zwar richtig mein Sohn, aber bei diesem Ereignis wurden alle
gebraucht und wir hatten etwas zu bieten, was die anderen brauchten. Fragt mich
nicht was es ist, ihr werdet keine Antwort erhalten. Aber soviel kann ich Euch
sagen, wir werden das Tor auf Kunark unter unserer Kontrolle haben.' Zasak
ueberlegte kurz 'Was wünscht die Gilde, soll ich mich an der Erforschung des
Mondes beteiligen?' Der Hierophant schaute ihn mit blitzenden Augen an und Zasak
meinte so etwas wie ein Lächeln herauszuhören 'Nein, wir wünschen das Ihr euch
an der Säuberung der alten Iksarstadt Sebilis beteiligt, schliesst euch an wem
ihr wollt, alleine das Ziel zählt. Vielleicht gelingt es euch ja herauszufinden
warum wir bisher gescheitert sind. Unsere Chancen sind gering, aber wir wollen
sie nutzen. Bringt uns Informationen über Sebilis, seid aufmerksam, wie immer'.
Zasak nickte 'So soll es sein' Er wartete auf das Zeichen gehen zu duerfen, Als
der Hierophant erneut anhob: ' Ihr wisst das die SHM Gilde zu einem Tempelfest
zu Ehren Cazic Thules einlaedt? Auch ihr seid eingeladen.' 'Eine Ehre mein
Vater, ich werde da sein'
Zasak verliess eilig den Tempel, es herrschte grosse Aufregung. Die
Vorbereitungen waren in vollem Gange. Der Zeitpunkt des Festes rueckte naeher.
Die Hierophanten warteten nur auf den Segen Chazic Thules. Sobald sie ihn
bekamen, würde das Tempelfest beginnen. Alles wartete in Cabilis auf das
Zeichen. Um so laenger es dauerte um so staerker stieg die Erregung und
Spannung. Eine Wirkung die den Hierophanten wohl bewusst war.
Die Anspannung war in Cabilis ueberall zu bemerken. Es waren schon an vielen
Ecken Haendler und kleine Garküchen aufgebaut worden. Die Kneipen waren schon
gut besucht und mit allerlei Fahnen, Standarten oder undefinierbaren
Gegenstaenden geschmueckt. Was als Schmuck diente war oft eine Frage welche
Gilde die Kneipe bevorzugt besuchte. So bemerkte Zasak auch mit einem leichten
Anfall von Ekel, wie in einem Fenster auch ein halblebendiger Elfenkopf in
seiner leuchtenden magischen Naehrloesung schwam und Grimassen schnitt. Dies war
eindeutig eine von Necromanten besuchte Kneipe.
Zasak blickte sich um und bemerkte das er vor der Monk Gilde stand. Ein Lächeln
huschte ueber sein Gesicht, dann betrat er den ersten Innenhof. Die Monk Gilde
bestand hauptsächlich aus mehreren Innenhöfen in denen Die Monks gegen ihre
unsichtbaren Feinde kaempften. So sah es zumindest aus, wenn ein Monk seine
Uebungen in Schlag und Beweglichkeitstraining machte. Zasak schritt langsam
durch die um sich schlagenden Iksars hindurch und hielt nach dieser markanten
huebschen Nase Ausschau. Die Suche war erfolglos, sie war nicht da. Er fragte
sich was wohl aus ihr geworden war. Nachdenklich schlenderte Zasak zu seinem
Haus zurueck. Dort angekommen legte er seine Ausruestung in seinem Ankleide Raum
ab und sprang mal wieder vom Balkon in die Kanaele von Cabilis. Das Bad
erfrischte ihn und Zasak genoss mal wieder seine Runden. Es war mal wieder viel
los. Jeder Fremder der nach Cabilis kam, musste in den Kanaelen geschwommen
sein. Das war sozusagen eine Pflicht fuer jeden Besucher, denn man fragte jeden
der nach Cabilis gekommen war, ob er denn in den Kanaelen geschwommen sei.
Iksars wurden von Natur aus mit einer Meisterschaft im Schwimmen geboren. Sie
konnten lange die Luft anhalten und sich ziemlich schnell unter Wasser
fortbewegen. Saemtliche Bekleidungen, Armor und Gegenstaende waren von jeher
auch als im Wasser nutzbar hergestellt worden. Sie mussten daher den
Einwirkungen von Rost standhalten, schnelltrocknend sein, wie auch eine gewisse
Geschmeidigkeit aufweisen. Eine Eigenschaft um auch unteranderem als Iksar
erfolgreich im Kampf zu sein. Gegenstaende die diese Eigenschaft nur bedingt
aufwiesen, waren generell für einen Iksar gleich weniger wert. So kam es auch
das die Plattenarmor, obwohl besser im Schutz als die Kettenpanzer der Iksars,
schon alleine wegen ihrer Unbeweglichkeit beim Schwimmen und im Kampf in den
Augen der Iksars eine schlechte Armor war. Auch wenn sie diese nicht tragen
durften, in Wirklichkeit vermisste sie auch keiner.
Zasak schwam zurueck und betrat sein Haus, er beschloss noch eine Weile zu
ruhen, bis denn die Hierophanten beschlossen hatten, das Fest zu beginnen. Cazic
Thule wuerde dann schon einverstanden sein. So war es immer gewesen. Aber das
musste man ja dem Durchschnittsbuerger in Cabilis nicht erzaehlen.....

Zasak Oxyn
Shamane im 58. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
Beiträge:

13.02.2002 19:34
#14 RE:Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Zasak erwachte und sofort hoerte er das brummen und zischeln unzaehliger Iksars
in der Stadt. Wieder erklang ein einzelner mächtiger Schlag, tosend rollte das
Echo des Zauberspruchs über die Stadt. Die Hierophanten hatten also beschlossen
das Tempelfest zu beginnen. Zasak rollte sich geschwind aus dem Ruhelager und
gegann sofort sich hastig mit seiner Ruestung anzukleiden. Das Tempelfest war
das groesste Fest in Cabilis ueberhaupt. Die gewaltbereite Gesellschaft der
Iksars feierte auch keine harmlosen Feste, deshalb war eine gute
Kampfausruestung durchaus nicht fehl am Platz. Ausserdem hatte das Tempelfest
noch eine andere Bedeutung auf die spaeter noch eingegangen wird, auch dafuer
war es wichtig sich zu representieren, zu zeigen was man vorzuweisen hatte. Voll
ausgeruestet trat der Iksar an die Eingangstuere und rief noch einmal seinen
Frogloksklaven zu sich. Eindringlich, mit einen abschliessenden Schlag auf den
Kopf ermahne er den Lurch ja nicht das Haus zuverlassen. In diesen Tagen lebten
Frogloks grundsaetzlich gefaehrlich in Cabilis. Er trat auf die Strasse und es
erwartete ihn eine in vollster Erregung befindliche Stadt. Fuer Nichtiksars war
es eine unheimliche Atmosphere. Iksars waren keine Wesen mit lauten Stimmen,
ausser leisse gezischelten und einem Grunzen aehnliche Laute, konnten Iksars
nichts an emotionalen Toenen hervorbringen. Auch waren den Iksars Musikinstrumente fremd.
Dementsprechend hoerte sich das hier in Cabilis an. Zasak strebte dem Tempel zu,
mit ihm eine grosse Anzahl Gaeste und Einwohner.
Wie gewoehnlich waren die Angehoerigen der verschiedenen Gilden hier vertreten.
Die Shamanen befanden sich alle unmittelbar vor dem Haupteingang des Tempels,
rechts und links von sich die Angehoerigen der Schattenritter, letztere waren in
den oberen Stockwerken des Tempels untergebracht. In Cabilis lag der Tempel vor
einer Ausbuchtung des groesseren Wasserbassins das den Mittelpunkt von Cabilis
darstellte. Gegenueber des Tempels ueberspannte eine maechtige Steinbruecke
diese Ausbuchtung und ersparte so den Bewohnern einen groesseren Umweg am Tempel
vorbei. Um diesem Becken formierten sich die die verschiedenen Abordnungen der
Gilden. Im Becken und hinter den Plätzen der Gilden stand das gewoehnliche Volk
von Cabilis. Wie bei diesem Fest ueblich zogen Abordnungen der drei
verschiedenen Gilden zum Tempel und begruessten ihre Gastgeber, die Shamanen und
die Schattenritter. Unter beifaelligen Gezischel und Geknurre zogen die
Abordnungen der Krieger in voller Kampfausruestung und Waffen schwenkend, durch
Cabilis zu ihrem Platz an den Bassin vor den Tempel. Angeführt wurden sie von
den bedeutendsten Warlords ihrer Gilde. Ihnen folgten die Monks vertreten duch
die Meister ihrer Zunft, in bester Seide gekleidet und mit den für ihre Klasse
typischen Kampfbewegungen, die sie immer wieder dem johlenden Volk am
Strassenrand presentierten, zogen sie vor den Tempel. Zuletzt kamen die Necros.
Hier wurde das Volk ruhiger. Die Gilden Oberen zogen mit ihren schwarzen Kutten
bekleidet vor den Tempel. Ihnen voraus schritten mehrere Necros mit den
leuchtenden Glaeser in denen verschiedene Köpfe der Rassen Norrats ihre
Grimassen zogen. das Klirren von eisernen Ketten wurde lauter und ein in Ketten
gelegter Hoch Elfe wurde mit der Prozession der Necros vor den Tempel gezerrt.
Zasak bedauerte grundsaetzlich jeden der diesen Necros in die Haende fiel. Das
er hier hergebracht wurde konnte fuer den Hoch Elfen nichts Gutes bedeuten.
Das allgemeine Getuschel wurde leise und erwartungsvoll. In Zasaks Naehe wurde
aber weitergetuschelt und Zasak wurde aufmerksam. Squriz war es der hier bei ein
paar anderen SHM das Wort fuehrte, er sprach von seinen grossen Faehigkeiten als
Lehrmeister der Shamanen Gilde und wie er den Nachwuchs gut ausbildete. Zasak
sah bei diesen Worten Squirz überrascht an, er traute seinen Ohren nicht. Squirz
grinste ihn haemisch an und deutete auf ihn 'Dieser Shamane ist auch mein
Schueler, Zasak ist begabt, wenn er hart an sich arbeitet, wird er es eines
Tages schaffen'. Die anderen hoeheren Shamanen drehten sich zu Zasak um und
starrten ihn leicht amuesiert an. Zasak fühlte den Hass hell in sich auflodern,
es verzehrte in fast. Er zwang sich zur Ruhe und versuchte betont ruhig zu
antworten: 'Aye, Sqirz ist ein grosser Meister der Shamanen und mein grosses
Vorbild, ich eifere ihm nach' Squirz grinste Zasak an und sagte den Anderen
zugewandt 'Es ist aber immer so viel Arbeit es diesen Iksars beizubringen was es
wirklich heisst ein Shamane zu sein. Aber ich gebe natuerlich nicht auf'
Trikorus ein praechtig ausgeruesteter Shamane des 60 sten Lvls der Weissheit
wandte sich an Zasak 'Ihr koennt froh sein so einen ueberragenden Lehrmeister zu
haben, eine gute Ausbildung ist wichtig um draussen in den weiten Norraths zu
ueberleben.' Die anderen Shamanen nickten beifaellig, nur bei Trikorus war sich
Zasak nicht sicher wie dieser es meinte. Derweil weidete sich Squirz an seiner
Verlegenheit und Zasak gluehte weiter vor Hass. Zasak nickte den Shamanen in der
Runde zu und wandte sich wieder der Bruecke zu, Interesse an den leuchtenden
Glaesern vortaeuschend. Es dauert noch ein paar Minuten als das Gemurmel
ploetzlich verstummte. Zasak hoerte ueber sich das prasseln mehrer Fackeln. Zasak
wusste jetzt war der Prime Hierophant Vekn oben auf der Balustrade erschienen.
Vekn hob an zu sprechen, er sprach feierliche Worte, begruesste die Glaeubigen,
er bestaetigte das Cazic Thule ihm angezeigt habe das Fest moege beginnen, Cazic
Thule sei mit seinem Segen heute anwesend und werde die Iksars in diesen Tagen
den Segen zu allem geben was sie zu Ehren Cazic Thules tun wuerden. Vekn sprach
die Danksagungsformel und alle anwesenden Iksars murmelten sie mit, ganz Cabilis
brummte als die Iksars ihr Glaubensbekenntnis an Cazic Thule herunter beteten.
Das einfache Volk inbruenstig, die Hoehergestellten eher gelangweilt. Zasak
konnte hier und da schon erkennen wie die Weibchen von den anderen Iksar Männern
schon taxiert wurden. Umgekehrt war das aber auch vereinzelt zu erkennen. der
Prime Hierophant verabschiedete sich und wuenschte allen ein schoenes spannendes
Fest.
Sofort kam Bewegung in die Massen. Die hoehergestellten Gildenmitglieder
strebten zum feiern nun alle in den Tempel des Terrors, waehrend der Rest des
Volks sich draussen unter dem freien Himmel und in den Schankstuben treffen
wuerde. Es wuerde ueberall viel gegessen und getrunken werden. Die Froglok Stadt
im Sumpf war zu dieser Zeit ziemlich leer gejagt und der rote Cabilis Ale wuerde
in Massen fliessen.
Ein Tempelfest war nach aussen hin eine rituelle Veranstaltung aber eigentlich
war es viel mehr. Es war ein Ort zum Politik machen, fuer Ausschweifungen und es
war der inoffizielle 'Heiratsmarkt'. Wobei Iksars nicht in dem Sinne heirateten
wie es andere Voelker zum Teil taten. Man suchte sich seinen Partner aus und
lebte seinen Fortpflanzungstrieb aus. Das taten beide Geschlechter. Oft waren
die Partner schon vorher zusammen, aber es war etwas Besonderes es nochmal an
diesem Tag auszuleben. Viele Hemmungen fielen, es galt oft das Fausrecht, die
allgemeinen Regeln waren fuer ein paar Tage ausser Kraft. Ein Fest zu Ehren
Cazic Thules war kein schoenes Fest, wenn es nicht Verletzte und ein paar Tote
gab. Das Fest war ein Anziehungspunkt fuer alle Gilden und deren Mitglieder,
vorallem auch der Hoeheren Mitglieder. Die Iksars in den Gilden waren ziemlich
oft unterwegs in Norrath man traf sich selten, aber zum Fest des Cazic Thule
waren so gut wie alle da. Man zeigte was man hatte, und warb damit auch um das
andere Geschlecht und grenzte sich von Mitbewerbern ab. Es war natuerlich auch
die Zeit fuer allerlei Intrigen. Zasak schob sich mit den anderen in den Tempel
hinein. In der grossen Halle wo normalerweise jeden Tag in der Woche geopfert
und meditiert wurde, war jetzt alles zum feiern zusammengekommen. Allerdings
reichte der Raum eigentlich nicht richtig aus. An diesem Tag war der Tempel in
vielen Bereichen fuer alle offen. Wer also die Einsamkeit zu zweit suchte, ob
zum Vergnuegen oder zum Konspirieren, der fand immer etwas. An der Stirnseite
war ein Podest an der Wand uns hier erkannte Zasak aus der Entfernung den Prime
Hierophant im Festgewand. Es blitze kurz auf als der Prime Priester die Hand hob
und die Iksar Phalange stiess herab. Die anschliesend allgemein gemurmelte
Danksagungsformel sagte Zasak das hier gerade das Abendessen vorbereitet wurde.
Es blitze immer wieder auf im Licht der Fackeln und Cazic Thule wurde
dankgesagt, bis mindestens 20 Frogloks ihr Leben auf dem Opferaltar ausgehaucht
hatten. Die fuer dieses Fest abgestellten SHM Novizen wuerden nun mit dem braten
der Frogloks in den verschiedenen Opferecken beginnen.
In der Zwischenzeit wurde schon mal zur allgemeinen Belustigung um die Partner
gebuhlt, Cabilis Ale getrunken und sich unterhalten. Plötzlich machte sich ein
immer grösser werdender Ring im Raum breit, die Iksar traten alle zurueck und
bildeten langsam eine freie Flaeche. In diesem stand der Necro High Priest und
der gefangene Hochelfe. Aus dem Ring der umstehenden Iksars lösten sich ein
weiterer Necro High Priest der ein grosses Glasbecken in den Haenden trug und ein
bis and die Zaehne bewaffneter Shattenritter in prächtiger Rüstung.
Zasak ahnte nun was kommen wuerde, die Necros wuerden an diesem Hochelfen
demonstrieren wie man diese 'schoenen' Souvenirs der Necros 'herstellte'....

Zasak Oxyn
Shamane im 58. Kreis der Weissheit

Zasak ( Gast )
Beiträge:

11.03.2002 23:49
#15 RE:Re: Geschichten aus Cabilis Antworten
Gruenes Licht leuchtete auf als der Necro High Priest die Arme hob und seinen
Zauberspruch begann. Der Hoch Elf wurde von dem Licht umspielt als er den Mund
weit aufriss und seine Augen in den Hoehlen einsanken. Der Necro hielt das
Glassbecken in die Hoehe und in der Runde beobachtete jeder fasziniert wie die
Flüssigkeit sich mit der Lebensenergie des Hoch Elfen füllte, sich gruen faerbte
und zu leuchten begann. Waehrendessen zuckte der Hochelfe und fing an mit dem
Gesicht Grimassen zu schneiden, was eindeutig durch die 'Behandlung' mit dem
Lifetab verursacht wurde. Der Hoch Elf von Natur aus schon bleich wurde noch
bleicher, seine Haut begann regelrecht weiss zu leuchten und nahm einen
waechsernen Ton an.
Das Glasbecken erstrahlte mittlerweile in einem wunderschoenen gruenen Leuchten.
Der Necro nahm das Becken runter und setze es höhrbar mit einem leichten dunklen
Ton auf den Boden. Dann fasste der den zuckenden Elf bei den Haaren und riss ihn
hinunter auf die Knie, den Kopf ueber das Glasbecken. Der Schattenritter zog
eine grosse Kriegsaxt aus dem Guertel und schwang sie weit ueber den Kopf
zurueck, kurz verharrte sie, um mit einem wuchtig ausgefuehrten Schlag in den
Nacken des Hoch Elfen hinunterzusausen. Ein kurzes Knirschen und der High Priest
hatte den Kopf in den Haenden, sofort liess er ihn behutsam in seine gruene
magische Naehrloesung gleiten. Es spritze kein Blut als der Rumpf einfach leblos
auf den Boden fiel. Er richtete den Kopf fast liebevoll im Glasbecken aus, damit
er schoen gerade darin schwamm, mit einem kurzen letzten tippen mit dem Finger
drueckte er den Kopf ganz unter die Oberflaeche. Dann nahm er von einem
Umstehenden Necro einen schwarzen Glasdeckel entgegen, verschloss das Becken und
nahm es mit den Haenden auf. Er hielt es hoch damit alle den darin zuckenden
Kopf sehen konnten. Unter dem Beifall der umstehenden Iksars drehte er sich,
damit ihn alle sehen konnten. Der Hoch Elf war tot. Daran gab es keinen Zweifel,
aber er wuerde lange seinen Todeskampf dem Betrachter darbieten, bis die
magische Lebensenergie aufgebraucht war.
Zasak sah wie zwei Novizen den Rumpf aus der Halle schleiften. Im Tempel fielen
zu den normalen Zeiten genug Ueberreste der Opfertiere an und es gab da diverse
Schaechte um diese Ueberreste zu entsorgen. Unter dem Tempel lebten verschiedene
Lebensformen sehr gut von diesen Abfaellen. Unteranderem gab es unten eine
ziemlich agressive Fischart, wie Zasak als junger Shamane schon mal erfahren
durfte....
In der Zwischenzeit zog der betoehrende Duft von gebratenen Frogloks durch die
Hallen. Zasak begab sich gleich mal in Richtung Bierausschank. Kurze Zeit später
stellte er sich zufrieden mit einem Krug frisch gezapften Cabilis Bier in eine
Ecke und beobachtete den Saal. Das Buhlen der Iksars um die Partner war voll
entbrannt. Die Halle war erfuellt vom Gezischel und Getuschel der Iksars.
Prächtige Ruestungen, Seidengewaender, Waffen aller Art und natuerlich schoene
Iksar Weibchen, waren zu bewundern. Die Ausruestung legte Zeugnis ab ueber die
Abenteuer, den Wohlstand und die Faehigkeiten der einzelnen Gaeste und so
erzaehlten manche ihre Geschichten alleine durch das was sie an sich trugen.
'Gruesse Zasak Oxyn' wenig erfreut drehte sich Zasak um, 'Gruesse Krizran'. 'Ein
schoenes Fest nicht wahr' lispelte sie. 'Was willst du Krizran?', 'Warum so
aggressiv Zasak, ich habe dir schon einmal gesagt, ich bin nicht dein Feind'.
Zasak schluckte eine Erwiderung hinunter, die ihm auf der Zunge lag und
beschloss vorerst das Spiel mitzuspielen 'Es laesst sich gut an, Krizran, diese
Vorfuehrung eueres Gilden Oberhauptes war beeindruckend.' ' Ja das war es
wirklich, es ist eine grosse Kunst, ich könnte es noch nicht. So hat es euch
also gefallen?' 'Nun von Gefallen war nicht die Rede, ich fand es nur sehr
interessant zu wissen wie diese Glaeser entstehen. Zu oft habe ich sie in Kunark
auf meinen Reisen gesehen.' 'Zasak der Idealist, du amuesierst mich immer
wieder.' Zasak seufzte innerlich, was war diese Unterhaltung mal wieder
fruchtlos. Zasak gewahrte wie ein Warlord der Krieger Gilde begleitet von zwei
Kriegern mit Fackeln das Podest am Saalende bestieg. Er wartete geduldig bis
alle das Getuschel einstellten und sich Ruhe ausbreitete. Er begruesste die
Gaeste und kuendigte einen Schaukampf an und bat alle die Interesse hatten in
den grossen Lagerraum zu kommen. Zasak war irgendwie unentschlossen, mit
Erleichterung bemerkte er wie ein stattlicher Krieger sich um Krizran zu kümmern
versuchte. Seine Hoffnung sie nun los zu sein erstickte aber im Keim als er
gewahrte wie brutal sie den Krieger klarmachte das sie nicht interessiert sei.
Der Krieger funkelte mit Hass erfuellten Augen ob der erniedrigenden Art und
Weise ihrer Ablehnung und Zasak beschloss noch vorsichtiger zu sein. Diese
Necromantin war gefaehrlich und irgendwie verrueckt.
In diesem Moment wurde er am Arm ergriffen und er gewahrte seinen Vater der ihn
sanft aber bestimmt in Richtung Lagerhalle zog. 'Kommt mit mein Sohn. Das
sollten wir uns nicht entgehen lassen.' Zasak gewahrte Trikorus in Begleitung
seines 'Lehrmeisters' Squirz, der ihn belustigt angrinste. Zasak wurde es
wieder ziemlich heiss als er an den Vorfall mit Squirz vor dem Tempel dachte.
Die Lagerhalle war ein momentan grosser leer stehender Raum. Er war wohl zu
Gunsten des Festes geraeumt und mit Tuechern geschmueckt worden. Auch hier
gewahrte er Novizen die fleissig Cabilis Bier ausschenkten, auf einem Tisch war
ein knusprig gebratener Froglok angerichtet den ein Priester gerade tranchierte.
An der Stirnseite standen der Warlord und die Krieger mit Ihren Fackeln und
warteten bis der Saal sich soweit füllte. Zasak stand zwischen Trekorus und
seinem Vater dem Hierophanten eingekeilt und war nun doch gespannt was kommen
wuerde. Es wurde still als der Warlord die Hand hob und zu reden begann. 'Wir
werden Euch nun einen Schaukampf vorfuehren, mit einem Gegner der eines Kriegers
würdig ist.' Da sprach Trekoris nach einer kurzen lautlosen Stille:' Warlord,
wollt ihr damit sagen wir Shamanen koennten Eueren Gegner nicht besiegen?'
'Oracle Trekoris, gerne koennt ihr einen der Euren zu diesem Kampf antreten
lassen.'
Zasak wusste das es nun kein Zurueck mehr gab fuer die SHM Gilde, es musste
einer der Ihren antreten, oder der Gesichtsverlust waere zu gross.
Nebendran raeusperte sich der Hierophant Oxyn 'So soll es sein, lasst uns
beraten wer die Gilde vertreten soll.' Er drehte sich zu Zasak und Trekoris um
und fragte mit leiser Stimme 'Wer könnte uns hier bei diesem Duell ehrenvoll
vertreten?'
'Wenn ihr es wuenscht, werde ich es tun' sprach Zasak. Der alte Hierophant
laechelte 'Noch jemand hier ausser einem jungem Shamanen der 54. Weissheit der
antreten koennte?'
Trekoris seine Augen glitzerten als er sprach 'Ich werde selbstverstaendlich
auch die Gilde vertreten wenn ihr dies wuenscht' 'Danke Trekoris, ich weiss ihr
waert bereit, ich denke wir sollten mal andere als immer nur die Veteranen der
Gilde antreten lassen, was haltet ihr zum Beispiel von Luminary Squiz?' Zasak
sah wie Squirz unruhig die Schwanzspitze bewegte. 'Er hat mir gegenueber
erwaehnt er waere ein sehr guter und kenntnisreicher Lehrmeister, unteranderem
von Eurem Sohn, ich bin ueberzeugt er waere ein wuerdiger Vertreter' Zasak
bemuehte sich ruhig und emotionslos zu sprechen 'Ein weiser Entschluss mein
Vater, Luminary Squirz ist ein kenntnisreicher und erfahrener Lehrmeister, er
hat mein vollstes Vertrauen' Bei den letzten Worten schaute Zasak Squirz direkt
in die Augen und sah dort eine grosse Unruhe, oder war da sogar Angst zu sehen?
'Nun denn, da ihr beide so voll des Lobes seid, so soll er uns vertreten' laut
sprach er: 'Luminary Squirz wird uns vertreten'. Unter den Shamanen erhob sich
beifaelliges Gezischel. Squirz zeige schon zu offensichtlich das er nicht
begeistert war von dieser Entscheidung, aber ein Zurueck gab es fuer ihn jetzt
auch nicht mehr.
'Ich finde es schade das du dich nicht bewaehren darfst, Zasak' Er brauchte sich
nicht umzudrehen um zu wissen das Krizran diese Worte fluesterte. Man spuerte
deutlich wie allgemein die Spannung anstieg, das war nun dann doch eine
unerwartete Wendung des Geschehens. Der Warlord griff hinter sich und zerrte ein
Tuch zur Seite das Zasak fuer eine Wandverkleidung gehalten hatte. Ein
allgemeines Murmmeln erhob sich. Hinter dem Vorhang kam ein Juggernaut aus
Sebilis zum Vorschein. Der braune Golem stand dort und zitterte leicht mit dem
Koerper, seine leeren Augenhoehlen unverwandt nach vorne gerichtet. Wie in Cazic
Thules Namen hatten sie einen Juggernaut von Old Sebilis nach Cabilis gebracht?
Zasaks Blick streiffte seinen Vater, dieser schien nicht ueberrascht zu sein,
eher amuesiert.
'Er ist ein coerced Juggernaut' Krizran schien mal wieder Gedanken zu lesen. Das
war es also, es erklaerte nicht alles aber doch warum dieser Juggs so ruhig hier
stand ohne gleich aggressiv alles anzugreifen. Zasak war schon coerced Gegnern
in Dalnir begegnet. Es war eine Kunst und wissenschaftliche Errungenschaft der
Iksars aus alter Zeit. Aber die Erfahrungen waren doch ziemlich uebel gewesen,
man hatte die Versuche eingestellt. Heute wurde das einsetzen von Coerce
Implantaten noch von den Sarnaks ausgeuebt. Dalnir war dafuer ein Beispiel. Dort
kämpfte man gegen Armeen von geistig versklavten Angehoerigen der Voelker
Norraths. Aber die Sarnaks hatten wohl noch nicht die Erfahrung der Iksars,
sonst wuerden sie es nicht tun....
Zasak lenkte wieder seine Aufmerksamkeit auf Squirz und weidete sich an seiner
Furcht. Alle traten ruhigen Schrittes zurueck bis Squirz und der Golem sich in
einem grossen Kreis gegenueber standen. 'Gereicht uns zu Ehre, Luminary Squiz'
sprach der Hierophant Qxyn. Dieser eindeutigen Aufforderung konnte sich Squirz
nicht entziehen. Squirz begann zu zaubern. Was immer er auch fuer ein Zauber
sprach, der Golem zeigte sich unbeeindruckt und begann sofort auf Squirz mit
beiden Armen zugleich einzuschlagen. Ohne einem Verlangsamungs Bann hatte der
Shamane keine Chance. Seine Versuche diesen Fehler wieder auszugleichen
erstickten im Hagel der Schlaege, die immer besser trafen. Squirz wurde
langsamer, er wich schlechter aus und musste nun harte Schlaege einstecken. Mit
Genugtuung hoerte Zasak die ersten Rippen brechen. Es war ziemlich deutlich zu
sehen, er wuerde es nicht schaffen. Zasak sah wie der Warlord seine beiden
Schwerter zog. Squirz blutete unterdessen aus einigen Platzwunden, blutiger
Schaum troff ihm aus den Mundwinkeln. Noch mehr Knochen waren hoehrbar
gebrochen. Der Warlord sprang nach vorne und attackierte sofort den Golem. Fuer
Squirz war es höchste Zeit, lang wuerde er nicht mehr stehen, er aechzte unter
jedem Schlag. Der Warlord versuchte unterdessen den Golem von dem Shamanen
abzulenken. Er verspottete und verhoehnte den Golem, trat ihn und wirbelte
unablässig Schläge in den Rücken des Juggernauts. Endlich liess dieser von
Squirz ab, dieser taumelte noch kurz und viel dann der Laenge nach hin. Er war
kurz davor zu sterben. Zasak schaute ihm mit leidlos in die Augen, die den
Schmerz widerspiegelten. Der Hierophant Oxyn rief einen Befehl und ein junger
Shamanen Novize machte sich fuer das heilen bereit. Waehrend es Squirz immer
schlechter ging, kaempfte der Warlord den Golem nach allen Regeln der
Waffenkunst nieder. Beeindruckend die Genauigkeit, das Zuschlagen im richtigen
Augenblick. Zwischendurch wechselte er die Waffen um auch dort seine hohe
Kampfkunst und die der Krieger im Allgemeinen zu zeigen. Endlich brach der Golem
zusammen und starb. Anerkennender Beifall brandete auf, waehrend der Novize den
schwerverletzt am Boden liegenden Shamanen langsam mit seinen noch begrenzten
Mitteln zu heilen begann. Schon alleine das ein so hochgestellter Shamane von
einem Novizen quaelend langsam geheilt wurde sagte schon genug. Es war
spaetestens jetzt fuer alle Anwesenden klar das hier ein Exempel statuiert
worden war. Trekoris beugte sich zu Zasak hinueber und fluesterte: 'Er haette
bedenken sollen wessen Sohn er verhoehnt und wissen muessen das der Hierophant
Oxyn seinen Namen nicht beschmutzen und laecherlich machen laesst. Er kann noch
von Glueck sprechen das er vorerst weiterleben darf.'

Zasak Oxyn
Oracle im 60. Kreis der Weissheit

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