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 Alte Taverne zum grünen Drachen
Barosso ( Gast )
Beiträge:

01.04.2002 19:57
Geschichten eines Kriegers. Antworten
ooc: Ich habe dies schon immer niederschreiben wollen und heute hat mich ein Gespräch im /gu endlich dazu gebracht die Notizen zusammenzutragen. Weiter Episoden folgen.

Ich schreibe dies um die Geschichte eines Jungen zu erzählen, der beinahe Schamane geworden wäre und den sein Vater nach Süden schickte um Lesen, Schreiben und „Was Anständiges“ zu lernen und der erst viele, viele Jahre später wieder nach Hause kam, erfahrener, stärker und auf dem besten Weg ein Held zu werden.

Der Name des Jungen war Barosso, nach seinem Großvater, oder eher nach dessen Bart, der rot war wie der seinige es später auch sein sollte. Sein Vater war ein Bäcker mit Namen Wolckenhauer hoch im Norden in Halas. Bäcker gibt es dort wenige, denn die Nordmänner essen nur wenig Brot und viel Fleisch. Und die Böden sind im Winter hart wie Stein und im Sommer Felder von Schlamm auf denen nichts wächst außer Moos. Wie nahezu der ganze Rest Tunarias, oder wie es heute heißt Antonicas war auch das Reich der Nordmänner, zumindest was das Brot anging, abhängig von den Ernten auf der Ebene von Karana im Süden. Von dort kamen mehr oder weniger regelmäßig Getreidelieferungen nach Norden, aber die Nordmänner buken mehr Kuchen daraus als Brot, den Brot aßen sie wie gesagt wenig. Man sieht also, daß der Beruf eines Bäckers in Halas ein recht unfruchtbarer war.

Sohn eines solchen Bäckers also war der junge Barosso und er spielte auf der Straße mit den anderen Kindern wie alle. Doch er war ruhiger und nachdenklicher als viele von ihnen, einige hätten ihn gar langsam oder unbeholfen genannt. Und nicht selten wurde er Opfer von Hänseleien und Spott der anderen Kinder. Doch er war stark und die anderen Kinder fürchteten seine Wut wenn sie es zu weit trieben. Doch mochten sie ihn auch, denn er war klug und seine blühende Phantasie bescherte ihnen die schönsten Spiele. Schon bald wurden die Schamanen von Halas auf den Jungen aufmerksam und sie suchten seinen Vater in dessen Geschäft auf. Sie sagten ihm, daß sie glaubten in ihm eine starke Bindung zu den Geistern zu spüren und, daß sie ihn den Prüfungen unterziehen wollten. Der alte Bäcker glaubte nicht, daß sein Sohn ein Schamane sein sollte, was aber auch der einzige Punkt war in dem er sich über Barossos Karriere nicht irrte.
Der werde Bäcker so wie er, der werde sein Geschäft übernehmen. Dessen war er sich sicher. Das sagte er den Schamanen auch, denn die Nordmänner sagen klar ihre Meinung, auch zu denen die über ihnen stehen, aber aus Respekt vor den heiligen Männern stimmte er dennoch zu den Jungen zu prüfen. Es kam wie es kommen musste, die Schamanen stellten zwar eine außergewöhnliche Nähe zu den Geistern fest, stärker als bei manchem von ihnen, aber dem Jungen fehlte gänzlich die Gabe diese Kräfte zu rufen und zu kontrollieren. Er war ihnen nur beständig nahe, konnte sie aber nie ergreifen und nutzen.
Da diese Berufschance, über die der alte Wolckenhauer ohne Zweifel vor Stolz geplatzt wäre, nun verloren war trat der alte Bäckerplan wieder in Kraft. Barosso wollte kein Bäcker werden aber das scherte den Vater wenig. Das werde ihm schon gefallen sobald er es einmal gelernt habe, sagte er. Wie gesagt gab es wenige Bäcker in Halas und noch weniger gute, und so schickte er den jungen im Alter von fünfzehn Jahren nach Qeynos wo auch er das Handwerk gelernt hatte um das eingangs erwähnte „Anständige“ zu lernen, also nicht die Gebräuche und Sitten die den Alltag in Halas bestimmten.

Nachdem der von seinem Vater beauftragte Druide ihn nach einer für den Jungen verwirrenden und seltsamen Reise in Qeynos abgesetzt hatte, sollte er sich zu der Bäckerei an den Docks begeben um dort seine Lehre anzutreten. Sein Vater hatte ihm zu diesem Zweck ein Bittschreiben an den Bäckermeister mitgegeben. Sobald der Druide ihn alleingelassen hatte warf er das Schreiben in einen der vielen Abwasserkanäle und begann diese für ihn neue und faszinierende Stadt zu erkunden. Es müsse doch in einer so großen Stadt etwas besseres zu lernen geben als Bäcker, so dachte er sich. ...

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